Ungewöhnliches Maß Besatzvorschläge

  • Hallo ihr Lieben,
    nach meiner Vorstellung jetzt der Beitrag zur Besatzfrage.
    Infos zum Becken:


    Maße : 71 x 65 x 51 (200liter)
    Es ist ein Juwel Lido 200.


    Beleuchtung : 2 LED Streifen teilweise verdunkelt.


    Filter : Juwel Bioflow M (wird bei Bedarf durch einen Außenfilter ersetzt)
    Strömungspumpe Tunze nanostream


    Wasserwerte : ph 8,2
    Kh 16
    Gh 10
    Die Wasserwerte erreiche ich mittels ZacTanganjikaSalz.
    Temperatur: 26 - 27 C


    Dekoration:
    Rockzolid Module teilweise versteckt hinterschwimmbar
    Flußkiesel
    Weinbergschneckengehäuse (werden noch mehr)


    Soviel zum Becken. Wie in meiner Vorstellung bereits erwähnt bin ich kein Neuling im Bereich Tanganjika. Mir fehlt es allerdings an Erfahrung mit dieser recht geringen Beckengröße und den ungewöhnlichen Maßen. Da seid ihr gefragt.


    Interessant finde ich Folgende Arten :

    • Julidochromis Transcriptus
    • Altolamprologus compressiceps Sumbo shell
    • Lamprologus calliurus
    • Lamprologus caudopunctatus
    • Lamprologus speciosus
    • Paracryprichromis nigripinnis


    Natürlich in ausgewogenen Verhältnis und Kombinationen. Also ich würde gerne 2 Arten pflegen. Ich bin aber auch auf andere Vorschläge gespannt. Und auch anderen Arten gegenüber offen.
    Erfahrungen habe ich bereits mit den Julis und den paras . Hatte die damals in meinem 500liter Becken mit Xenotilapia ochrogenys.
     ;) Und schonmal sorry wegen der schlechten Bildqualität. Habe noch nicht herausgefunden wie ich meine Bilder vom iPhone in die kleine Dateigröße komprimiert bekomme. IMG_4192.JPGIMG_4190.JPGIMG_4191.JPGIMG_4193.JPG

  • Wirklich sehr schönes Becken finde ich! Ja diese "Würfel" haben komische Maße^^ Vielleicht kann man ja Julis und Sumbo Shell gemeinsam halten, wäre sicherlich hübsch. Aber ob dass geht muss Dir jemand sagen der sich besser auskennt ;)

  • Hi Leroy,
    die Maße der Lido Becken sind interessant, aber je nach dem auch nicht ganz optimal, zumindest wenn du es nicht als Artenbecken betreiben möchtest....
    Die Optik und der erste Eindruck mit dem Modulen etc. ist toll, aber versteh' mich nicht falsch, mMn auch mit möglichen Problemen verbunden.....
    Die hohen Aufbauten sind sicher super für Paras geeignet, aber vlt ist das Becken dafür etwas zu "kurz". Allerdings kenne ich mich mit den Paracyprichromis nicht aus und dementsprechend sollte da noch jemand anderes etwas dazu sagen....
    Wenn du eine höhlenbrütende Art für die Steinaufbauten und eine Schneckenbuntbarschart halten möchtest, finde ich, dass die Steinaufbauten etwas begrenzter sein sollten. So wie es jetzt aussieht, sind die Steinaufbauten so umlaufend, dass das Feld mit den Schneckenhäusern wie auf dem Präsentierteller liegt und beinahe von allen Seiten aus der Deckung heraus "attackiert" werden könnte.....zumindest hat es für mich den Anschein... :nixweiss: 
    Die Arten, welche du in deine Überlegungen einbezogen hast finde ich (fast) alle sehr interessant und eine Vergesllschaftung von z.B. L.speciosus und caudopunctatus könnte mgl. schon so gehen. Besser wäre aber auch da eine "Unterbrechung" bei den Steinaufbauten. Die caudopunctatus und calliurus wäre vlt. auch eine Option. Bei den calliurus könntest du auch mehrere Weibchen zu einem Männchen setzen, solltest dann aber auch ein paar Sichtbarrieren zwischen die Schneckengehäuse einplanen. Zudem können die calliurus Männchen recht groß werden und benötigen dann auch Verstecke in Steinaufbauten. Dementsprechend wären auch hier besser klare Unterteilungen bei den Steinen nötig um Reviergrenzen für die z.B. caudopunctatus oder vlt. J. transcriptus als eine Möglichkeit anstelle der caudos, zu verdeutlichen. Die calliurus sehen zwar "wuchtig" aus, sind aber eher gemäßigt und es funktioniert ggfs sogar zwei Männchen und ein paar Weibchen zu vergesellschaften (am besten sollten die Männchen aber zusammen aufgewachsen sein). Es gibt dann zwar immer mal etwas Imponiergehabe und kleine Scharmützel, aber normalerweise keinen ernsthaften Stress.


    Ein Vorschlag für einen mMn gut zu vergesellschaftenden Schneckenhausbrüter wäre noch L. ornatipinnis zusammen mit einer nicht zu aggressiven Art für die Steinaufbauten.


    Aber auch ein Artenbecken mit einer etagenbrütenden Feenbuntbarschart aus dem brichardi-Komplex könnte ich mir für das Becken gut vorstellen ;)


    Ich hoffe das hilft vlt ein bisschen weiter ohne zu sehr zu verwirren....Garantien das alles so funktioniert gibt es aber niemals... ;)

    Gruß Jens


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    Alles wird gut........dauert halt...!!!

  • Hallo Bongo,


    Danke für deine ausführliche Antwort . :) 
    Die Steinaufbauten sind tatsächlich in der Mitte unterteilt sodass eine Revierabgrenzung besteht. Allerdings kann ich deine Bedenken nachvollziehen. Es sind halt in der Mitte nicht beschwimmbare Felsen als Reviergrenze gesetzt anstelle einer freien Sandflächen.
    Außerdem habe ich die Schneckengehäuse so gesetzt dass sie nur von hinten links oder mittig rechts an die felsenaufbauten angrenzen. Ich habe aber auch dort gestern noch ein paar sichtbarrieren mittels Steinen gesetzt.
     :whistling: 
    Also wenn ich bezüglich des Besatzes dich richtig verstehe wäre es möglich ein bichardi artbecken zu gestalten oder ein Becken mit l.speciosus und transcriptus?
    Wie viele Tiere würdest du zu Beginn einsetzen?



    Was sagen die anderen Mitglieder dazu? Bzw. kann mir jemand zu den paras ein Feedback geben?

  • Leider meldet sich ja hier niemand mehr...
    Aber ich mache trotzdem mal ein eigenes Update . :whistling: 
    Ich denke ich werde Altolamprologus sumbu Shell einsetzen und julidochromis transcriptus.
    Dazu habe ich die Deko etwas verändert. Für die Transcriptus habe ich einige engere Spalten gestaltet. Teilweise innerhalb der Rockzolid Module. Ein sichtschutz aus Steinen in die Mitte gesetzt zur Revierabgrenzung.
    Achja und etwas Hornkraut ist im Becken für etwas grün :P 
    Anbei ein paar Bilder. RenderedContent-17F5F605-6DB2-4D40-8F83-E8E3BECA4309.JPGRenderedContent-83D0A564-2942-4BDE-BFA7-057CBF533045.JPGRenderedContent-AD9C8C76-999C-40AE-B0FB-C1A6726EC3C1.JPGRenderedContent-9E4E74BB-B8FF-4E64-95CA-033697D189FE.JPG

  • Hallo Leroy


    Gefällt mir gut, deine Beckeneinrichtung. Bin selbst auch Rockzolid-Fan :thumbsup: 
    Ich halte selbst 7 halbwüchsige Sumbus in einem 125 l-Becken und erlebe sie als eher schüchterne, etwas zurückgezogene Tiere, deren aktivste Phase bei der Fütterung stattfindet :popcorn: 
    Sie verbringen die meiste Zeit in eher geschützter, gedeckter Lage. Ich bin mir deshalb nicht sicher, ob sie sich in deinem Becken nicht auch lieber zwischen den Steinmodulen aufhalten würden, als im offenen Schneckengehäuse-Feld. Damit würde es wohl mit den transcriptus zu Zankereien kommen. Ich würde bei/über den Schneckenhäusern noch zusätzliche Unterstände für die Sumbus bieten, z.B. mit kleineren Schieferplatten o.ä.
    Eine Alternative zu den Sumbus wären Lamprologus speciosus oder meleagris. Diese sind nicht schüchtern, sehen sehr hübsch aus und haben Charisma. Die brauchen keine zusätzlichen Unterstände und können sich, nehm ich mal schwer an, im offenen Schneckengehäuse-Feld gut behaupten gegenüber den transcriptus.

  • Hey Steffi,
    Die speciosus gefallen mir auch gut. In welchem Verhältnis würdest du sie setzen? Bzw. wie viele von denen passen dauerhaft zusammen?


    Wie meinst du das mit den schieferplatten? Ich habe bis jetzt die sumbos immer in Nähe der Schneckengehäuse gesehen. Aber die sumbos hätten ja die gesamte rechte Seite des Beckens für sich da sich dort doch auch Unterstände befinden müsste es doch gehen oder? :huh: 
    Ich hätte noch die Möglichkeit ein Modul als hängenden Felsen ins Becken einzubringen . :whistling:

  • Wie meinst du das mit den schieferplatten? Ich habe bis jetzt die sumbos immer in Nähe der Schneckengehäuse gesehen. Aber die sumbos hätten ja die gesamte rechte Seite des Beckens für sich da sich dort doch auch Unterstände befinden müsste es doch gehen oder?  :huh:


    Ich hätte noch die Möglichkeit ein Modul als hängenden Felsen ins Becken einzubringen . :whistling:

    Hi Leroy,
    natürlich wäre es schön wenn oben zitiertes immer so eintreffen würde, aber oft kommt es anders als man denkt. Man kann die Tiere mit einem strukturieren Becken schon recht gut "passend" positionieren aber manchmal eben auch nicht.....
    Ich kenne Julidochromis Arten zwar als relativ scheu aber auch ein bisschen hinterhältig.....Solange sie etwas Deckung haben, "schleichen" sie sich regelrecht an und können dann ziemlich hart zuschlagen....
    MMn ist eine Vergesellschaftung mit den "sumbu Shell" deshalb nicht optimal.....
    Da würden meleagris oder speciosus, da sie wehrhafter sind wahrscheinlich besser passen. Etwas gemäßigter als Art für die Steinaufbauten wäre N. caudopunctatus, welche ja auch zur Debatte standen....Auch die den caudopunctatus sehr ähnlichen N.leloupi (nicht leleupi) wären eine Option.....Anstelle der Julidochromis ;) 
    Nicht falsch verstehen, Julidochromis sind sehr interessant, aber öfter auch nicht ganz einfach.... ;(

    Gruß Jens


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    Alles wird gut........dauert halt...!!!

  • Ich sehe dies auch so, wie Jens. Allerdings kenne ich von meinen bisher gehaltenen Julis-Arten (regani, dickfeldi) nur gelegentliche inner- und inter-artliche Aggression. Meine Beifische waren aber auch jeweils robust und extrovertiert.


    Von oben ins Becken ragende Module wären für Höhlenbrüter natürlich immer eine super Sache :thumbup:

  • Danke nochmal für eure Bedenken. Natürlich kann immer was passieren. Selbst ein gut strukturiertes Becken ist da keine Garantie. Ich hätte für solche Fälle ein 80x40x50 Becken. :whistling: 
    Aber ich überdenke nochmal die sumbos.
    Die transcriptus stehen zumindest fest. Ich habe mit diesen halt auch schon meine eigenen Erfahrungen gemacht und empfinde sie ehr so wie Steffi es schrieb.