Wachstumshemmung bei Pflanzen durch Natriumhydrogenkarbonat?

  • Hi,
    ich hatte immer Probleme mit meinen Cryptocorynen. Die großen Blätter wurden gelb und starben ab und das Wachstum war sehr mickrig, eher rückwärts. Nun bin ich durch Zufall darauf gestoßen, dass Natrium die Kalziumaufnahme bei Pflanzen blockt, was genau diese Symptome hervorruft. Da ich mein Diskuswasser mit Natriumhydrogenkarbonat aufhärte, würde mich mal interessieren, ob die Lösung so einfach ist. Härtet von euch jemand mit Natron auf und hat trotzdem "super" Pflanzenwachstum?


    Grüße


    Joe

  • Hallo Joe,


    Ich härte mit Natron von kH 5 (gH 7) auf kH 13-14 auf. Meine Cryptocorynen wachsen gut.
    Es könnte natürlich noch besser sein (Lehmkugel an den Wurzeln und Buchenlaub etc. + besser Beleuchtung).


    Ich würde es mit direkt an die Wurzeln gebrachten Dünger versuchen, da Cryptos den Großteil der Nährstoffe über die Wurzeln aufnehmen.

  • Hallo Joe,


    ich hatte Cr.usteriana und CR.balansae im Malawi-Tank mit gutem Erfolg ,trotz Natriuzmhydrogenkarbonat-Zugabe bei jedem Wasserwechsel, kultiviert.
    Beleuchtung 4x80Watt T5 für Becken mit Grundfläche 200x110 cm,Bodengrund ( fertige Mischung von Dennerle?) mit Eisenchelat plus Tonkugeln im Wurzelbereich ( Im Backofen getrocknet )und regelmässige Eisendüngung ( Fetrilon ).
    Wuchsverhalten war enorm!


    Gruß,Uwe

  • Hi Joe


    Ich hatte schon diverse Arten an Cryptos und musste feststellen, dass nicht alle mit unterschiedlichen Wasserwerten (gleich) gut klarkommen. Ich habe im Haus eine Enthärtungsanlage, weil das Leitungswasser ziemlich hart ist (21 dHG). Mit Ausnahme eines Wasserhahns, aus dem ich noch das harte Wasser zapfen kann, fliesst aus den restlichen Wasserhahnen enthärtetes Wasser mit ca. 7 dHG.


    Für meine Tanganjika-Aquarien mische ich aus diesen 2 Härten und füge noch etwas Natronlauge (= in Wasser gelöstes Natriumhydroxid) zu, um den pH-Wert von 7.2 auf 7.8 zu erhöhen. Dadurch erreiche ich eine Karbonathärte von ca. 15 dKH.
    Ich setze ebenfalls Nährstoffkugeln in die Wurzelbereiche der Pflanzen.


    Mit diesen Bedingungen kommen z.B. Cryptocoryne pontederiifolia und wendtii gut klar. Cryptocoryne affinis, zum Beispiel, ist mir aber nicht gewachsen, sondern verkümmert.
    Habe auch schon gelesen, dass sich Cryptocoryne usteriana gut für Ostafrika-Becken eignen würden. Muss ich mal versuchen :thumbup: