Tropheus sp. Bulu Point


  • Tropheus sp. "Bulu Point"
    Wissenswertes über den Tropheus sp. Bulu Point auch Doppelfleck Tropheus oder Kirschfleck genannt. Diese Tropheus-Art wurde 1975 zum ersten Mal von Fainzilber entdeckt und von Wolfgang Staeck 1977 beschrieben. Dieser Farbform kommt in der weiteren Umgebung von Bulu Point vor. Jedoch sind die Angaben zum Fundort oft widersprüchlich.



    Charakteristika: Die Kirsch - oder Doppelfleckmoorii werden in die Populationen Kibwesa, Mabilibili, Siyeswe, Bulu Point und Lubugwe unterteilt, was es sinnvoll erscheinen lässt, die Bulu-Point-Variante als eigene Art anzusehen. Dementsprechend variabel zeigt sich diese Variante in ihrem äußeren
    Erscheinungsbild. Die Körpergrundfarbe ist schwarz bis schwarzbraun und wechselt stimmungsbedingt in antrhazitgrau. Auf den Körperseiten befinden sich zwei sehr variable blutrote Flecken. Der vordere Fleck kann sehr großflächig, oder bis auf ein dünnen Strich reduziert sein. Der obere Irisrand ist rotorange gefärbt. Männliche Tiere besitzen zum Teil Eiflecken in der Afterflosse. Viele Weibchen zeigen nicht so schön ausgeprägte Flecken, zum Teil bilden sich eher orangene Farbbänder heraus.

    Gemeinschaftsverhalten der Moorii

    In der freien Natur halten die Tiere meist einen Individualabstand von ca. zwei Metern ein. Die Moorii gelten aufgrund von Beobachtungen durch
    Fachliteraten als friedliche Geschöpfe. Streitigkeiten konnten nicht registriert werden – wahrscheinlich auch deswegen, weil die Fische sehr mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt waren. Reviere scheinen lediglich von Männchen abgesteckt zu werden, die Weibchen vagabundieren umher.




    Gruppe:
    Tropheini / Tropheus
    Es sind mittlerweile recht viele Standort-Varianten bekannt.


    Herkunft:
    Tanganjikasee, dieser Farbform kommt in der weiteren Umgebung von Bulu Point vor.


    Lebensraum:
    Lebt im offenen Wasser bis ca.10m Tiefe in der Nähe von Felsen. Reviere scheinen lediglich von Männchen abgesteckt zu werden, die Weibchen vagabundieren umher. Im Aquarium wird der ganze Bereich des Beckens genutzt. Es sollten einige Steine als Versteckmöglichkeiten für unterdrückte oder tragende Tiere eingebracht werden.




    Größe:
    Männchen werden bis zu ca. 12cm groß, Weibchen bleiben meist etwas kleiner.



    Geschlechtsmerkmale:
    Äußerlich nicht zu erkennen, nur anhand der Genitalpapille.





    Haltung:
    Für die Haltung dieser Art ist ein Becken mit mindestens 120cm Kantenlänge empfehlenswert.
    Die Tiere sollten in einer Gruppe gehalten werden. Je größer die Gruppe desto weniger Hektik/Stress gibt es, da sich die Aggressionen auf die ganze Gruppe verteilen. Es ist nicht unbedingt notwendig einen Weibchenüberschuss zu halten.



    Ernährung:

    Gut geeignet ist Flockenfutter oder Granulat mit Spirulina - Grünfutteranteil. Im Tanganjikasee leben die Tiere vom abweiden des Aufwuchs & Algen von den Felsen.







    Wasserwerte:
    Ph-Wert: 7,5 - 9,4
    Gesamthärte:
    10-12°
    Karbonhärte: 15-18°


    Temperaturbereich:
    24 - 28° C


    Zucht:

    Alle Tropheus sind mütterliche Maulbrüter. Die jungen werden nach ca. 20-28 Tagen aus dem Maul der Mutter entlassen. Sie sind mit bis zu 15mm recht groß und können sofort gefüttert werden. Die Tropheus Varianten sind unterschiedlich Produktiv, auch werden die Jungen recht häufig nach dem entlassen, aus dem schützendem Maul der Mutter, gefressen. Man kann durchaus ein paar Steine als Versteckmöglichkeit einbringen. Die Jungtiere werden anfangs bei Gefahr in der Regel von der Mutter wieder in das schützende Maul genommen.


    bulu point.jpg




    Erstellt von Bruno Karpf

    grüße aus SchwabenWürttemberg sendet


    Bruno (CichlidenSchwabe)

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