Boulengerochromis microlepis

  • Servus,


    ich habe mir kürzlich 6 kleine Boulengerochromis microlepis gekauft, die nun in 120x60x60cm schwimmen und wovon später ein Paar in mein Becken mit dem Maßen 300x260x80cm umziehen soll, Becken in sämtlichen Zwischengrößen sind vorhanden und für die überzähligen Tiere habe ich, sofern sich kein geeigneter anderer Aquarianer findet auch ein Plätzchen (womit ich nicht die Gefriertruhe meine). Als Gesellschaft sind Auchenoglanus tanganicanus vorgesehen, die ich sofern alles glatt geht, auch kommender Woche schon bekommen werde.


    Mir ist klar, dass viele Leute diese Art nicht als aquarientauglich ansehen und sie im See bis zu 80cm groß werden kann. Doch auch unser heimischer Hecht wird bis zu 150cm groß und selten sieht man überhaupt mal einen über 80-100cm ;) Ich hoffe darauf, dass sie bei maximal um die 60cm stehen bleiben und eine Haltung somit möglich ist.....


    Anbei Bilder von heute:





    Weiß jemand von euch etwas über eine längerfristig geglückte Haltung dieser Tiere oder endeten früher oder späte immer alle auf dem Grill ?(


    Gruß
    Stefan

  • Hi


    ich selbst hatte noch keine aber ein Freund von mir hatte mal welche in seinem 10000l Becken. Die waren schon sehr dominant. Eine Vergesellschaftung würde ich mit Lobochilotes, Tylochromis oder Oreochromis probieren. Das ist jetzt aber nur ein Vorschlag. Ob es funktioniert kann ich dir leider nicht sagen.


    Gruß


    Christoph

  • Hallo Stefan!
    Herzlichen glückwunsch zu dieser entschiedung... ein wunderschöner fisch ist das und bestimmt sehr interessant zu beobachten!
    Soviel ich weiß, durchstreifen sie im jungendstadium eher in kleinen oder grossen gruppen den see nach möglicher beute. das sollte dann keine grossen probleme bei einer evtl. vergesellschaftung geben...
    aber falls ein pärchen da mal in brutstimmung kommen sollte, dann gute nacht für die anderen mitbewohner!! so was ich bis jetzt gesehen habe werden sie wohl kaum einen anderen fisch in ihrem revier dulden und bei der grösse wird das ganze aquarium ihr revier sein... ;)
    SG Martin

  • Servus,


    und vielen Dank für die Meinungen!


    @Christoph und Martin: An eine Vergesellschaftung mit anderen Cichliden dachte ich nie und ging sowieso davon aus, dass das nicht klappen würde. Das schreckt mich jedoch nicht ab, denn ich bin durchaus bereit einem einzelnen Paar eines meiner größeren Becken zu "spendieren". Lediglich mit Auchenoglanis, einem so ganz anderen Fisch und Nicht-Cichliden kann ich mir vorstellen, dass eine Vergesellschaftung klappen könnte. Auch dabei ist mir aber klar (siehe Maltes Video, das ich bereits kannte), dass auch die Welse spätestens dann zu evakuieren wären, falls die Boulengerochromis mal in Brutstimmung geraten.


    Zur Aquarienhaltung konnte ich bisher nur relativ spärliche Infos finden. Aus diesen ging u.a. hervor, dass man sie bis ca. 30, mit Glück sogar 40cm relativ problemlos in der Gruppe halten könnte. Mit Eintritt der Geschlechtsreife würden sich dann jedoch Paare bilden, die zumindest absolut keine Artgenossen in ihrem großen Revier dulden würden.


    Joe : Mit meinen Cyphotilapia will ich sie natürlich nicht zusammensetzen. Weißt Du wie groß die Cichliden waren, als sie gefressen wurden? In dem "Tröt" im Tropheusforum konnte ich darüber nichts zu lesen finden! Das Becken, in dem der Kollege sie hielt, war wohl auch nur 1.600 Liter groß, wenn ich das dort richtig gelesen habe.


    @Malte: Ja, es handelt sich um Wildfänge. Die Kantenlänge meines Beckens beträgt zwar "nur" 3 Meter, allerdings ist es fast genauso tief, was dann ja doch wieder etwa 8 Quadratmeter an Grundfläche und rund 4 Meter Länge in der Diagonalen bedeutet.
    Auch wenn die Dimensionen auf einem Bild nicht so rüberkommen als wenn man davor steht, hier ein Bild des besagten Beckens:


    Die Valisnerien sind natürlich Geschichte, wenn die Auchenoglanis kommen :D


    Alternativ hätte ich noch das Becken hier, mit den Maßen 300x150x80cm, das ich eigentlich für meine Cyphotilapia und die Benthochromis vorgesehen hatte, natürlich dann aber so oder so mit anderer Einrichtung:


    @Thomas: Weißt Du zufällig, was aus den Tieren von Mario in Heidelberg geworden ist?


    Beste Grüße
    Stefan

  • Hallo Stefan,


    der Mario Cecchetti ist ein Tanganjika-Händler, der hauptsächlich Sandis und Cypris aus eigener NZ verkauft.


    Hier die HP: http://www.tanganjikazucht.de/


    Ist sehr nett und glaub sogar hier im Forum aktiv. Einfach mal anrufen, der gibt sicher Auskunft.


    Gruß Amin

    Best of Zitat von der Olaf:


    Wegen den Caramba , das denke ich nun nicht. Die sind doch nicht
    richtig durch gezüchtet und was er hätte davon gebrauchen können , ist
    ROT, doch gerade auf rot sind die Carmaba doch sehr spalterbig.


    Tropheus Polli nehme ich eher an, wegen der Bänderung. Da komme ich drauf, nicht
    wegen der Blauen Augen, sondern wegen den Lippen, die bemerkte ich eher.

  • Hi,


    Zitat

    In dem "Tröt" im Tropheusforum konnte ich darüber nichts zu lesen finden! Das Becken, in dem der Kollege sie hielt, war wohl auch nur 1.600 Liter groß, wenn ich das dort richtig gelesen habe.

    ..........wenn du mal nach Ahlborn Frank Tischlermeister in Leipzig googelst ;) findste sicher ne Telefoklingelnummer..............rufst du an, sagst schön Gruß vom Jörg aus Zwickau und der Frank erzählt Dir sicher einiges Interessantes zu einem sehr schönen Tier das auch noch lecker schmeckt :thumbsup:

  • Wachsen gut, haben sich beckentechnisch stark verbessert (430 Liter -> 6.250 Liter), sind aktuell ca. 20 cm groß, fressen am liebsten Granulat, geschnittene Muscheln und Mysis.....Artemia sind langsam für den hohlen Zahn, Stinte und Shrimps werden vollständig ignoriert. Junge Malawis werden ausdauernd erjagt und verspeist. Ein Tier zeigt seit 1 1/2 Wochen fädigen Kot und frisst kaum noch.....oh, oh :( Ansonsten ist aber glücklicherweise alles fit 8)


    Gruß
    Stefan

  • Servus Malte,


    kann mir das Video leider nicht anschauen, funzte gestern nicht und tut's auch heute noch nicht ;(


    Hier ein heute Morgen gemachtes Video meiner 3 verbliebenen Tiere:


    Im Mai habe ich leider 3 meiner 6 Tiere aus mir nicht bekannten Gründen verloren. Sie stellten nacheinander das Fressen ein und starben nach ein paar Wochen. Kann nur mutmaßen was passiert ist, den verbliebenen 3 geht es jedenfalls gut und ich hoffe sehr, dass da ein Paar darunter ist.


    Momentan messen sie ca. 25-30cm und fressen am liebsten Muscheln, sammeln aber auch alles Kleinzeug ein. Gefrostete Fische ignorieren sie, stellen den kleinen Malawis aber immer noch gerne nach....


    Beste Grüße
    Stefan

  • Servus Malte,


    stimmt, der Link im Text funktioniert, hatte ich zuvor gar nicht versucht gehabt!


    Schönes Video, hoffentlich schreiten meine auch mal zur Tat....


    Die verbliebenen drei machen sich wirklich sehr gut, sind noch absolut verträglich aber schon jetzt merklich die Chefs im Becken. Werde die Malawis wohl schon im Laufe des Sommers evakuieren müssen.


    Beste Grüße
    Stefan

  • Moin,


    Laß mal den Unsinn mit dem Muscheln. Zumindest wenn sie aus dem Meerwasser stammen. Thiamese heißt meine Theorie für Deine unerklärlichen Todesfälle. (zumindest meine deutliche Vermutung) Beim verarbeiten von Meerwassertieren wird Vitamnin B vornehmlich B1 verbraucht. Leider blockiert das Futter die Vitamin B1 aufnahmen. Was bedeutet Deine Tiere starben vermutlich an Vitamin B1 mangel. Leider benötigen Weibchen beim Ansetzen von Laich mehr Vitamin B1 also sonst. Ich glaucbe Du kannst Dir denken welche Tiere Du verloren hast.... ;)


    Übrigens... viele L-Welszüchter verwenden aus diesem Grund kein maritimes Futter. Dort ist das Probelm schon länger bekannt.


    Wenn dann nimm Futter aus Süßwasser.....
    ;)


    nochmal zum kurzen nachlesen...


    https://de.wikipedia.org/wiki/Thiamin



    Gruß
    Mathias