Lepidiolamprologus boulengeri - eine Vorstellung

  • Boulengers Schneckenbuntbarsch

    wird selten gehalten; obwohl er gut für das Aquarium geeignet ist. Vielleicht ist er gerade nicht in Mode.

    Sonst übliche Namen:

    Lamprologus boulengeri

    Neolamprologus boulengeri - wird heute am häufigsten verwendet

    Neolamprologus kiritvaithai - Zweitbenennung wurde zurück genommen

    lepidiolamprologus boulengeri - heute gültiger Name

    In dieser Reihenfolge wurde er benannt.

    Zusammenfassend ein äußerst friedlicher Schneckenbuntbarsch.

    Er ist ein Schneckenbuntbarsch; nur die Weibchen verstecken und brüten in großen Schneckenhäuser. Die Männchen halten sich in der Nähe auf und flüchten möglichst in Steinaufbauten. Ich spare mir die üblichen Beschreibungen, die im Internet nachlesbar sind. Meine 6 Erwachsenen ändern häufig ihre Färbung. Zeitweise sind sie nur sandfarben, dann zeigen sie ihre dunkelbraunen Flecken am Körper, von denen einer in die Rückenflosse reicht. Die Flossen werden gelb und ein Saum ziert die Rückenflosse, der kann gelb bis rot sein.

    Ich habe ein Männchen und willkürlich dazu ein Weibchen in ein anderes Gesellschaftsbecken gesetzt, die jetzt ein Paar sind. In einem anderen Gesellschaftsbecken schwimmt ein brütendes Weibchen, dass ihr subtropisches Schneckenhaus verteidigt. Dazu schwimmen 2 Männchen in der Nähe und ein kleineres, vermutlich ein Weibchen, hält sich meist versteckt. Einer der Brütenden hat eine kleine Grube ausgehoben. Die Jungen verlassen früh das Gehäuse und versuchen scheinbar in eine Grube zu gelangen, ansonsten verteilen sie sich. Um Jungtiere zu bekommen, habe ich das Gehäuse durch ein anderes ersetzt und dadurch die Jungen in einem Einhängebecken über die ersten Wochen gebracht.

    Von Anfang an (8 Monate) haben sich die 6 nie gestritten. Ganz anders bei den Jungfischen, die mir die Alttiere bescherten. Schon als sie nur 1 cm groß waren, hatte jeder jeden angedroht und versucht zu vertreiben. Vermutlich lebensnotwendig, die Futterrivalen abzudrängen. Nun sind sie über 3 cm groß und viel friedlicher. Sie sind im Vergleich zu meinen anderen Jungfischen sehr lebhaft und fast schreckhaft, kommen aber schnell wieder aus der Deckung hervor.

    Ein empfehlenswerter Aquarienfisch.

    P1290120 v.jpgP1290123 v.jpgP1290125 v.jpgP1290129 v.jpgP1290132 v.jpg

    Gruß, Manfred


    Ich will nicht angreifen, ich teile nur demokratisch meine Erfahrung mit. Sie kann von deiner abweichen ! :saint:

  • Hallo Manfred,


    das sind ja interessante Fischlein. Die Weibchen werden größer als bei den Multifasciatus.

    Ich habe von den Multifasciatus das Problem, dass die Altolaprologus mir die Weibchen wegfressen :(.

    Deine Boulengeri wären vielleicht eine Alternative.


    LG

    Anita

  • ja, die Männchen werden recht groß, bis 8 cm, Weibchen 5cm. Aber sie sind vom Verhalten her nicht mit den Kolonie-Multis vergleichbar.

    Gruß, Manfred


    Ich will nicht angreifen, ich teile nur demokratisch meine Erfahrung mit. Sie kann von deiner abweichen ! :saint:

  • N. similis gestalten das Becken durch "Kies bewegen" radikal um. Man kann das etwas einschränken, das ist aber ein eigenes Thema. Dafür sind die L.boulengeri etwas ruhiger, fast so wie meine Altolamrologus.

    Gruß, Manfred


    Ich will nicht angreifen, ich teile nur demokratisch meine Erfahrung mit. Sie kann von deiner abweichen ! :saint:

  • Nach langer Zeit endlich Nachwuchs von den Tieren die ich damals von Leptosoma bekommen habe.Die Nachzuchten müssten jetzt 1,5-2 Monate alt sein und sind bei ca.1cm .


    Ps:Vieleicht könnte man den Beitrag in die passende Kategorie verschieben?


    Gruss Motz