Neuaufbau - Tanganjika Felsen-Biotop

  • Hallo,


    eigentlich sollte unser Becken im Sauna-Raum schon 2018 erneuert werden, leider konnte ich das nicht mehr verwirklichen. Sommer/Herbst 2019 war es dann soweit, das neue Becken wurde genau auf die Ecke im Raum geplant und bestellt. 130 x 70 x 70 cm sind die Maße, Beleuchtet mit dimmbaren LED-Leisten und dem TC 420 Controller, Tunze 6055 und Tunze Turbelle e-jet 5005 geregelt über den Multicontroller 7094.


    Da ich dieses Mal ohne Rückwandfilter plane, musste ich auf einen Außenfilter zurück greifen. Angeschafft wurde der Eheim 1200 XLT den ich sehr günstig als Neumodell bekommen habe. Außenfilter ist für mich absolutes Neuland, habe seit über 20 Jahren nur Rückwandfilter betrieben. Mal sehen.


    Die Einrichtung sollte aus Modulen von Arstone und NTN bestehen, die ich teilweise hoch aufstehend montieren wollte. Da wir im Winter viel Zeit im Sauna-Raum verbringen, mussten natürlich Pflanzen mit ins Becken. Bin ich ja eigentlich nicht so der Freund, im Tanganjika-Becken. Aber das Leben besteht aus Kompromissen. :thumbup:


    Aquarium und Module wurden geliefert, war sehr überrascht wie groß die Module gewesen sind. Habe sie erst mal ins Becken gelegt.


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    Jetzt begann die schwierigste Phase, wie stelle ich welche Module und so habe ich ein paar Tage damit verbracht die Module von links nach recht, von hinten nach vorn, zu rücken. Immer wieder die Frage "Schatz gefällst dir jetzt?". :)


    Irgendwann hatte ich die für mich beste Kombination (für meine Frau auch) gefunden und jetzt hieß es fixieren und vorbereiten zum Verkleben.


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  • Ein Tag später habe ich angefangen die Module anzupassen. Dabei musste ich Überstände winklig abschneiden damit sie im richtigen Winkel im Becken stehen.


    Anschließend habe ich alle Schnittkanten mit Aquariumsilikon eingerieben damit die Haftung gewährleistet ist. Schlimm wäre es, wenn im besetzten Becken, sich die Felsen zu lösen beginnen. Da ich das aber schon oft gemacht habe, bin ich sehr optimistisch.


    Kopfzerbrechen hat mir die Befestigung der stehenden Module bereitet. Sie haben nur eine relativ kleine Kontaktfläche die mit dem Glas verklebt wird. Die Lösung waren für mich Winkel. Die habe ich aus alten PVC-Rohr selber gebaut. Zersägt und mit einer Heißluftpistole erwärmt und in Form gebogen. So müsste es passen!


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    Die Module, die voll flächig an die Scheiben kommen, haben an Oben mehrere kleine Löcher bekommen damit die Luft entweichen kann. Einige Module habe seitlich noch größere Öffnungen bekommen. Bohren kann die Module sehr gut mit Holzbohrern und mit einem Kegelbohrer.


    Jetzt habe ich nach und nach die Module geklebt und entsprechend fixiert.


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  • Hi Sven

    Gefallen mir gut, deine Kunststeine! Bleibt die Rückscheibe so oder machst Du aussen noch einen dunklen oder blauen Hintergrund?

    Bin gespannt, wie es am Ende aussieht :)

    Hallo Steffi,


    die wird noch gestrichen, habe da viel getestet damit es nicht spiegelt und damit die Tiefenwirkung optimal (für mich) ist.

  • Hallo Steffi,


    die wird noch gestrichen, habe da viel getestet damit es nicht spiegelt und damit die Tiefenwirkung optimal (für mich) ist.

    Guter Plan :thumbsup:

    Ich habe kürzlich auch eine Rückscheibe von aussen mit schwarzer Acrylfarbe zweimal gestrichen. Bin sehr zufrieden damit. Acrylfarbe kannst Du auch später wieder relativ einfach manuell/mechanisch entfernen, falls erwünscht

  • Hey Sven, das Aquarium wirkt schon jetzt klasse.

    Hast du mal Mattweiß als Rückwandfarbe ausprobiert.

    Ich glaube da kommen die Steine noch strukturierter rüber.

    Dann würde auch unser Gärtner, ( nennen wir ihn mal Reiner) bestimmt einen guten Tipp geben wenn es um die Bepflanzung geht.

    Glück Auf aus Bochum Jens.

  • Hi Jens,

    für eine Tiefenwirkung mach Mattweiß wenig Sinn. Die Steine sollen ja normalerweise nicht hervorgehoben werden, sollen sie sollen mit dem Hintergrund verschmelzen. Tiefenwirkung halt. Außerdem gibt den Fischen eine dunkle RW deutlich mehr Sicherheit als eine weiße.


    Grüße


    Joe

    „Im übrigen gilt ... derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht“ (Kurt Tucholsky)

  • Hey Joe, aber hätten die Steine dann nicht einen größeren 3D- Effekt. Ist das nicht der Sinn das das Hardscape plastisch wirkt. So zum greifen nah. Würden die Steine mit dem Hintergrund verschmelzen, könnte man theoretisch ja auch Folie nehmen. Ein gutes Beispiel ist Steffi sein großes Aquarium. Durch die 3D Rückwand und den vorgelagerten Steinen. Sehr schöne Tiefenwirkung.

    Eine 3D Rückwand sieht nun mal auch besser aus als eine

    Slim- Rückwand.

    Glück Auf aus Bochum Jens.

    P.S. Wie dem auch sei, ich freue mich auf Sven sein Aquarium.

  • Hi Jens,

    die Tiefenwirkung kommt ja zustande, weil man die Module sieht, aber nicht, was weiter hinten in der Tiefe kommt. Wie im richtigen Leben. Das dunkle suggeriert, dass es nach hinten weiter geht. Mit einer weißen RW wird das einzelne Modul hervorgehoben.


    Grüße


    Joe

    „Im übrigen gilt ... derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht“ (Kurt Tucholsky)

  • 2 von mir kürzlich gekaufte, ansonsten für meinen Bedarf super masskonfigurierte Becken hatten eine Rückwandscheibe aus Milchglas. 🥛 🥛😣
    Dies vermutlich, weil dies ein Trend sein könnte in der Aquascaping-Szene. Mir hat es aber nicht gefallen. Beim einen habe ich ein Poster aufgezogen und das andere — wie schon geschrieben — rückseitig schwarz gestrichen.
    Es ist wohl wie bei der Architektur und dem Wohn-Style: jeder hat seinen Geschmack. Ein eher dunklerer Hintergrund dürfte aber den Fischen besser behagen und sie kommen dadurch auch besser zur Geltung, als vor einem zu Hellen :meinung:

  • Weiter gehts! :)


    Die stehenden Felsen sollten hinterschwimmbar sein um mögliche unterdrückte Fische einen Rückzugsort zu gewährleisten. Bei den Eretmodini habe ich die Erfahrung gemacht "aus den Augen aus dem Sinn" und vor allem im oberen Teil des Beckens haben unterdrückte Tiere wenig zu befürchten.


    Zusätzlich sollten frisch entlassene Jungtiere kleine Verstecke angeboten bekommen, ist vorn im Hauptteil des Beckens so nicht durchsetzbar gewesen. Also habe ich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen! Ich habe einfach mehrere Poroton Ziegel angepasst und mit den Modulen verklebt. Zum einen hemmen sie den Auftrieb und zum anderen sind viele Versteckmöglichkeiten geschaffen worden. Hinter den Felsen ist es relativ dunkel, so ist es auch im Heimathabitat.


    Zusätzlich wurde gewährleistet, dass der Bereich gut durchströmt wird. Somit möchte ich weitestgehend Mulmansammlungen vermeiden.


    Hinter den Modulen wird auch fast die gesamte Technik versteckt, von den 2 Ansaugrohren bis zum Oxidator. Somit ist kaum Technik zusehen, was für meine Mädels wichtig ist.


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  • Hallo Sven


    Nettes durchdachtes Vorhaben.


    Zur Filterung :

    Hatte noch nie was anderes als Aussenfilter.

    1993 seinerzeit hatte ich anstatt der Schläuche alles schon mit PVC

    verrohrt, das Schlauchgedöhns ging mit schon immer auf den Sack.


    Nur haben diese Art das Problem mit der geringen Filtermasse.

    Dazu noch Pumpe und Filter gemeinsam.

    Ein anderer Aquarianer brachte mich auf den Sprung mir einen Filter mitttels einer Tonne selber zu bauen. Das Teil läuft nun schon ein paar Jahre.

    Letzte Reinigung war im Oktober 2019.


    Nun hast ja deinen Eheim schon , diesen mal anschließen und evtl mal so ein Vorhaben mit Eigenbau zu überdenken.


    Muss aber auch erwähnen das ich Anfangs Probleme mir der Dichtigkeit hatte,

    Musste etwas an der Deckeldichtung basteln.

    Würde ich heute wieder so eine Art Filterung fertigen würde ich ein Maischefassverwenden.


    Muss aber dazu sagen das ich auch über sehr viel Werkzeug verfüge und als

    Rohrschloßer mit sämtlichen Arten von Rohrleitungen Erfahrung habe.

  • da Dida


    Hallo Dieter,


    danke für deine Ausführungen! Deinen Bericht habe ich gelesen, ich glaube das war auch schon mal Thema hier im Forum. Finde es immer spannend wenn man viel selber konstruiert.

    Ich hatte ein ähnliches Prinzip nach der Wende gebaut, da hatte ich ein kleines Fass in einem größeren drin, hat funktioniert, Reinigung war halt blöd.


    Deine Idee mit dem Maischefass ist genial! Da hat man schon nen Zu- und Abfluss!


    Wie würdest du die feste Verrohrung machen, am Eheim? Bin da für jeden Tipp dankbar.


    Ich möchte noch einen Moving Bed Filter integrieren, bin da gerade am testen. Als zusätzlichen Filter wäre er ideal für uns Tanga-Fans! Habe schon mit mehreren Medien getestet, schwebend und schwimmend, bin gerade bei Kaldnes K1 und Hel-X hängen geblieben.

  • Hallo Sven



    Zu der verrohrung des bestehenden Eheim Filter.


    Von Becken die PVC Verrohrung DN20 zum Unterschrank verlegen.

    Hier am Ende jeweils einen Kugelhahn setzen .

    Auf diesen Verschraubung und Schlauchnippel .

    Hier dann eine Schlauchverbindung zwichen Kugelhähnen uns Eheim