Mehrkammer-Innefilter - Position Einlass/Auslass, Überlaufkamm etc

  • Hallo zusammen,


    ich plane graden den Mehrkammer-Innefilter, den ich für mein neues Becken basteln möchte, und dabei kommen Fragen auf.


    1. Wo bringe ich Einlass und Auslass am sinnvollsten an?


    - Auslass außen, Einlass innen?

    (auf den ersten Blick bessere Strömung!?)


    - oder Auslass innen, Einlass außen?

    (Kabel für Pumpe und Heizung liegen schön in der Beckenecke und können deutlich weniger gegen das Glas vibrieren))

    - oder ist das mal wieder zu viel Theorie und in der Praxis zu vernachlässigen, weil z.B. die zusätzliche Strömungspumpe das Strömungsbild sowieso veränder/verändern kann?



    2. brauche ich einen Überlaufkamm?

    (oder schadet der sogar, weil er Futter einsaugt?)

    Bisher habe ich keinen gebraucht. Ich hatte aber bis jetzt aber noch keine typischen Aufwuchsfresser oder andere Wasserschweine und wer weiß, was die Zukunft bringt....

  • Hi Malte,


    wie groß ist denn das Becken, wie groß wird der Filter und welche Fische kommen da rein?


    Der Kamm dient ja eigentlich nur dazu, daß die mögliche Kammhaut von der Oberfläche abgesaugt wird.


    Bei der gezeigten Konstruktion Frage ich mich, wieviel Wumms die Pumpe haben muss, damit auch genug von unten abgesaugt wird und die Heizung ordentlich umspült wird bzw wie niedrig der Wasserstand sein muss, damit nicht fast nur von der Oberfläche Wasser in den Filter gelangt.

    Bin jetzt kein Fachmann für Ober- Unterströmungen und wer das baut, wird wohl wissen was er tut.

    Persönlich würde ich da lieber eine Kammer mehr nehmen, also bei zwei Klarkammern mindestens zwei oder sogar drei Filterkammern verwenden.

    Also erste KlarKammer sollte oben zur zweiten Kammer (erste Filterkammer) zu und unten offen sein, damit sowohl das Wasser von oben als auch von unten komplett abgesogen wird.

    Die erste Filterkammer dann zb mit Bioballs oder groben Filterschwamm bestücken ......


    Bei dem von dir gezeigten würde ich die zweite Version mit Einlass zur Seitenscheibe bevorzugen und an der gegenüber liegenden Seitenscheibe eine Strömungspumpe anbringen.

    Mit freundlichem Gruß Stefan

    Die Einstellung der Menschen verändert sich nicht dadurch das Feindbilder ausgetauscht werden.

  • Hi Malte,


    für mich macht es Sinn, den Ansaug, oder Anströmbereich so zu setzen,


    das er mit den Händen, wenn nötig leicht erreichbar ist, ich habe den Filter hier


    an der rechten Seitenscheibe, mit ca. 10cm Platz zur Frontscheibe sitzen, von da aus


    geht es auch rein. Ausströmpunkt ist dann oben rechts , kurz vor der Rückwand!!


    Die gesamte Ansaugseite besteht aus einem Kunststofflochgitter, hinter dem sich eine


    senkrecht stehende PPI 10 Filtermatte befindet, danach folgen 2 Kammern mit Schaumwürfeln.


    Letze Kammer Heizstab mit Tunze Comline Rückförderpumpe. Läuft für 30 Tropheus und 5


    Synodontis polli white bei 550 Litern hervorragend!!


    Der Auslaß sitzt auf den Bildern noch unten, habe das aber später geändert!


    Vorne sitzen jetzt, bis auf das unterste Teil, ausschließlich Lochgitter.


    Grüße, Dirk

  • Hi Chris,


    das hat mir mein Aqua-bau-Experte mitgeliefert, von dem wurden


    die Becken mit den Innenfiltern auch geklebt.


    Die laufen, wie man glaube ich etwas erkennen kann, einzeln in den dafür


    vorgesehenen Kunststoffschienen.


    Grüße, Dirk

  • Hallo Stefan, hallo Dirk,


    Danke für die Antworten.

    Ich hätte oben noch mehr ins Detail gehen sollen.

    Bei den gezeigten Abbildungen geht es mir nur um Einlass und Auslass. Nicht um den gezeigten Aufbau. Hier kommen wahrscheinlich 4 Filterpatronen + Siporax oder ähnliches in der zweiten Kammer zum Einsatz. Das ist wahrscheinlich deutlich mehr Filterleistung als ich je brauchen werde, aber ich mag lange Standzeiten und will bei Besatzwechsel völlig frei sein, was die Leistung angeht.

    Das Becken ist 150x60x70 ( ich weiß 70x60 wäre besser, aber das passt nicht). Der Filter ist momentan mit 35x22,5 cm geplant und soll parallel zur hinteren Scheibe stehen, da ich nicht zu viel Schwimmraum in der Länge verlieren möchte ( ansonsten hätte ich es genau wie Dirk gemacht). Schmaler wäre zwar gut, aber ich will da noch vernünftig mit den Händen rein kommen.

  • Hallo Sven,


    Sehr interessant. Ich hätte das genau andersherum, also bei Variante 1, erwartet.

    Es kann natürlich sein, dass die Strömung an der Stelle dann schon so breit geworden ist, dass man sie nicht mehr mitbekommt oder bzw dass der Schmutz sich bereits dort am Boden sammelt.

    Damit bin ich jetzt zwar schlauer, aber in meiner Entscheidung noch nicht weiter.



    Wenn noch jemand ein paar Anregungen zum Überlaufkamm ja oder nein hätte, wäre das auch sehr interessant. Manche Aquarienbauer schwören scheinbar drauf. Ich bin aber noch nicht wirklich überzeugt.

  • Hallo Malte,


    Überlaufkamm baue ich immer ein, nicht für die Kammhaut, das ist ein guter Nebeneffekt. Eher für die Strömung die dadurch entsteht.


    Du musst halt den genau ausrichten, sonst kommt das meiste Wasser über den Kamm. Man kann ihn auch höhenverstellbar einbauen, das ich bevorzugen würde.


    Dirk sein Innenfilter sieht da schon besser aus. Da ist die erste Trennscheibe schon relativ hoch. Das finde ich persönlich gut. Die Führung für den Schwamm ist auch TOP! Die Wassereinführung sollte relativ oben liegen, die auf dem Bild 2 ist eher noch schräg ausgerichtet. So wird vermutlich der linke Teil des Beckens nicht gut durchströmt. Da müsste man schon mit einer stärkeren Strömungspumpe arbeiten. Dirk hat das ja nicht umsonst noch mal geändert.


    Auf dem ersten Bild wird links eine "tote" Ecke enstehen, ist aber vom Ansaug und Ausstoß schon besser als die vom zweitem Bild.


    Am Ende kommt es drauf an ob du den Innenfilter sehen möchtest, da ist die Platzierung hinten schon ein Vorteil. Wenn das egal ist, wäre meine Wahl die von Dirk oder klassisch halt, wie auf den 2 Beispielbildern.


    1.JPG


    2.JPG

  • Hallo Sven,


    wie kommst du darauf, dass die von dir rot gefärbte Stelle strömungslos ist. Dort ist der zweit engste Querschnitt und daher eher eine hohe Strömungsgeschwindigkeit.

    Ich hatte diesen Filtertyp bei mir auch eine Zeitlang im Einsatz. Mein Aquarienbauer muss aber wenig Ahnung gehabt haben. Jedenfalls ging bei mir das Wasser nach dem Überlauf nach unten und dort dann in das Filtermedium. Dadurch versifft es mit der Zeit und der erste Querschnitt ist auch recht klein. Die erste Trennwand sollte oben überströmt und die zweite Trennwand unterströmt werden. Dadurch ist erstens die erste Filterfläche größer und zweitens können sich in der ersten Kammer Schwebstoffe absetzen. Ich bin jedoch mittlerweile voll auf HMF und Abwandlungen ala Maximalfilter umgestiegen.


    Grüße

    Nico

  • Hi Nico.


    Ich glaube es geht nicht um im Filter sondern was sich davor im Becken abspielt und das da dann der Dreck liegen bleibt. Im Filter wäre mmn unlogisch wie du ja auch ausgeführt hast.

    Mit freundlichem Gruß Stefan

    Die Einstellung der Menschen verändert sich nicht dadurch das Feindbilder ausgetauscht werden.

  • Hallo Nico,


    an der Stelle, in diesem Aquarium lag viel Kot/Mulm. Das sind meine Beobachtungen. Es kommt ja auch auf die Pumpe, die Tiefe und Länge des Beckens an. Bei einem Becken 50 x 50 Grundfläche ist die Strömumg natürlich eine vollkommen andere als bei 200 x 70 Grundfläche.


    Wenn es bei dir funktioniert hat, dann ist es gut so und die Pumpe ist gut auf die Beckengröße angepasst.


    Mit der Trennwand bin ich bei dir. Es macht überhaupt keinen Sinn die erste Trennwand unten offen zu halten. Da hat er richtig Mist gebaut.


    Edit: Achso, du hattest angenommen im Filter, nein ich meinte die Stelle vor dem Glas, danke Stefan für den Hinweis. So weit habe ich nicht gedacht.

  • Hallo Nico,


    Hallo Nico,

    Danke für die Ausführung.


    Das mit der Strömung hätte ich, wie oben geschrieben, auch so erwartet.

    Hier spielt der Steinaufbau wohl auch eine nicht unbedeutende Rolle. Nur will ich später nicht damit beschäftigt sein, den Steinaufbau richtig zu beströmen, wenn das Konzept von vornherein besser hätte sein können.


    Das mit dem Trennwand Überfließen/ Unterfließem und Schmutzabsetzen in der ersten Filterkammer ist interessant, bei mir aber wahrscheinlich unerheblich, da ich dort Filterpatronen einsetzen möchte.

  • Bei der Länge des Beckens wird bestimmt eine Strömungspumpe zum Einsatz kommen. Dann könntest du am Auslass ein Y-Stück einsetzen und mit einem flexiblen Auslass den Abstrahlwinkel so einstellen, dass ein Teil der Strömung von der Frontscheibe zurück geleitet wird.

    So das im/am Steinhaufen eine bessere Strömung ensteht. Die Strömungspumpe unterstütz die Strömung von einer Seite zur anderen.


    20-25mm-Flexibel-Duckbill-Aquarium-Wasser-Auslass-Return-Rohr.jpg



    Ich hoffe du verstehst mein Kauderwelch.


    :)