Wie geht es nun weiter

  • Hallo,


    hiermit beende ich die unendliche Geschichte "Sie sterben wieder" - und zwar aus gutem Grunde.

    Wir ziehen in 4 Wochen in unser Haus um.

    Eigentlich wollte ich die Geschichte Aquarium beenden, aber der Nachwuchs im Becken hat mich wieder motiviert.


    Der Plan ist, nicht mit dem bestehenden Becken umzuziehen. Dieses ist über 10 Jahre alt, hat 3 Umzüge hinter sich und mein Vertrauen ins Becken ist nicht mehr das beste.

    Ich werde ein 150x50x60 Becken o.ä. besorgen und eine Woche vor dem Umzug aufstellen. Eher geht nicht, da die Vorbesitzer erst dann raus sind aus dem Haus.


    Gerne sollen meine sechs Einzelkämpfer mitkommen. ABER das Becken muss auch wieder voll werden. DIe Frage ist: mit was?


    Würdet ihr einen glatten Schnitt machen und mit einer neuen Gruppe frisch anfangen? Oder eine neue Gruppe einer anderen Tropheus-Art dazu setzen? Oder ganz von Tropheus weg und ein paar Höhlenbrüter, Schneckis und Cyprichromis dazupacken?


    Gebt mir bitte ein wenig Input, Ideen und Ratschläge.


    Vielleicht sollte ich auch die 6 wirklich ins Zoogschäft bringen und später loslegen?


    Sagt mir mal eure Meinung.


    Vielen lieben Dank im vorraus


    Micha

  • Du machst es uns nicht ganz leicht, Micha.

    So ein paar eigene Ideen ....

    Es ist ja alles möglich.


    Stell erstmal das AQ, lass es einlaufen, zieh um, komm zur Ruhe ...
    Deine Trophs waren wunderschön.


    Wenn ich neu anfangen müsste / würde, dann evtl. mit der Variante.
    Andererseits - Höhlenbrüter etc. + Heringe ... das hat auch etwas.


    Wenn du gerade umziehst, hast du evtl. nicht die Muse, das bis zum Ende durchzudenken.

    Geduld!


    :kaffee:

  • Guten Abend Micha,

    erst vor ein paar Tagen hab ich Deine Geschichte gelesen, echt spannend, und es hat mich sehr berührt, wie du dich um deine Fische kümmerst. Wie würd's dir denn geh'n bei dem Gedanken, sie abzugeben? Wenn dir das möglich ist und du eine nicht zu große "persönliche Beziehung" zu den Tierchen hast, dann würd ich vielleicht echt mal was anderes machen.

    Ein Räuberbecken hat definitiv was, da kannst du bei der geplanten Größe 4 Arten halten. Cyprochromis oder Paracyprichromis für den freien Schwimmraum, Höhlenbrüter und Schnechenbubas. Ich hab im meinen 350l Becken noch kleine Welse aus dem Tanganjikasee drin, synodontis petricola, die sind auch echt nett, wuseln am Boden rum und sind interessant zu beobachten. Kann ich definitiv empfehlen.


    Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Entscheidung, ist echt schwer, es gibt sooo viele tolle Tanganjikas :love:


    Viele Grüße,

    Miriam

  • Hi Micha,

    ich bleib mal beim Thema Tropheus, das andere kannst letztendlich nur du entscheiden. Falls du von deinem Sixpack schon NZ hast, wäre es theoretisch möglich, die Gruppe aufzubauen. Dauert halt. Oder du gibst die 6 weg und holst dir eine neue, ausreichend große Gruppe deiner Wahl. Auf keinen Fall würde ich wegen 6 „Hanseln“ das Risiko eingehen und eine andere Gruppe dazu setzen. Egal ob die gleiche Variante zum Aufstocken oder eine ganz andere Variante. Bei mehr Fischen würde ich abwägen. Frag mich aber nicht, wo ich die Grenze ziehen würde. Bei 6 jedenfalls nicht.


    Grüße


    Joe

    „Im übrigen gilt ... derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht“ (Kurt Tucholsky)

  • wenn jetzt lange keiner gestorben ist und du Jungtiere hast.......

    Durchhalten

    Becken sorglos wie möglich planen

    Geht nicht noch etwas mehr ?
    Du hast es ja fast geschafft oder nicht ?
    kennst du die Wasserwerte im neuen Haus ?

  • Ich würde das neue Becken einrichten und mit ausreichend Filtermaterial (auch Bodengrund) aus dem alten Becken beimpfen.

    Mit Wasseraufbereiter dauert das nur einen Tag.

    Dann würde ich den alten Fischbestand einsetzen und eine Gruppe langsam aufbauen. Den alten Topffilter würde ich einige Zeit parallel laufen lassen. Wenn das zu lange dauert, könntest Du von der gleichen Variante ca. 20 Jungfische (nicht geschlechtsreif !!!) einsetzen.

    Viel Erfolg und alles Gute im neuen Haus.

    Ich bin vor 2 Jahren umgezogen...........

  • Hi,


    wieviel Nachwuchs hast du denn von deinen 6 Tropheus schwimmen??


    Ich würde mir jetzt passend dazu 15-20 Jungtiere von 4-5 cm Größe anschaffen


    und diese Fische dann beim Neustart zusammensetzen!! :opa: Den vorhandenen Filter


    vorsichtig reinigen, so ,daß Bakterienpotential geschont wird und dann das neue Becken


    damit anlaufen kann!! Nitritwert im Auge behalten, ein wenig aufsalzen kann nicht schaden,


    2 Gramm pro Liter vielleicht!


    Alles ganz schonend durchführen, mit Licht sparen, wenig füttern und die Tiere gut beobachten, ist auf jeden


    Fall besser, als Tropheus im Zooladen abzugeben, das ist meistens das Ende für die Fische!!


    Grüße, Dirk

  • Hi


    So schwierig find ich die Entscheidung nicht.


    Ich geh mal davon aus,du hast von der kleinen Truppe NICHT genug Nz.


    Viell.:!::?:kannst du deine 6 :fisch:bei deinem/einem Züchter lassen .


    Für kleines Geld bzw.lau geht manchmal was:whistling:


    Wenn das klappen sollte , mit einer Grp. von eben diesem Tropheuszüchter neu starten.


    Falls nicht ,halt mit den"alten" 6 plus:?: Nz. weitermachen.


    An Standartzooläden würd ich nichts abgeben:ohoh: Da hätten sie bei mir viell. die größere Chance


    aufs Über/Leben;)


    Gruß Frank

  • Hallo zusammen,


    hier wieder der aktuelle Stand. Ich habe bereits drei Tage vor dem Umzug das neue Becken stellen können, am Tag vor dem Umzug ist der Bestand umgezogen.


    Kurz: es gab keine Verluste. Soweit die gute Nachricht.

    Die schlechte: die Tropheus sind ganz und gar nicht mehr so harmonisch, wie sie das ehedem waren.

    Der Bock steht nun in vollster, schönster Gelbfärbung - und terrorisiert die anderen.


    Folgende Maßnahmen fahre ich zur Zeit: Es gibt kein Licht im Becken. Ist blöd, aber so lange das Licht aus ist, geht es weitaus friedlicher zu.

    Immer zum Wasserwechsel (etwa alle 1,5 Wochen) versuche ich, die im Becken vorhandenen Steine so umzubauen, dass die anderen irgendwie ein eigenes Revier bekommen oder wenigstens genügend Sichtschutz vorhanden ist, um der Raubsau nicht im Weg zu sein.


    Dabei habe ich einige Erfolge in sofern, dass es tatsächlich ausreichend Verstecke gibt - aber sobald das Licht versuchsweise an geht, geht die wilde Jagd los. Sowohl die beiden Weibchen als auch die Jungtiere werden ausdauernd gejagd. Auch der Juli nimmt ab und an an der Jagd teil - ein Verhalten, welches ich in der alten Wohnung nie beobachten konnte.


    Spaß macht das im Moment nicht, aber ich bleibe dran und hoffe, dass sich die Fische wiederfinden und irgendwie neue Harmonie einzieht. Balz o.ä. habe ich in den letzten 7 Wochen nicht ein einziges Mal beobachten können.


    Mal sehen, wie lange mein Atem, meine Geduld noch reicht.


    Und natürlich: ich nehme eure TIpps dankbar entgegen.


    Liebe Grüße aus Lengenfeld


    Micha

  • Hi Micha , daß ist ganz normal wenn du Tropheus in ein anderes Becken setzt , da werden dann die neuen Revierplätze ausgekämpft.

    Du kannst das Dominante Tier im Becken in ein Netz setzen , wird dir aber wahrscheinlich nicht viel bringen , weil wenn dieser Bock weg ist steht wahrscheinlich schon der zweite parat .


    Ich hatte das gleiche Problem mit meinen Ikola s , die ich in ein anderes Becken setzen mußte , mittlerweile schwimmen sie ohne Dekoration im Becken , und seit ein paar Wochen ist mit den Machtkämpfen Schluß .


    Bei jedem WW die Dekoration umstellen verstellen bringt da gar nichts , im Hegenteil es bringt noch mehr Unruhe ins Becken , und zum Schluß weiß gar keiner mehr wo überhaupt sein Platz im Becken ist .


    Also Deko raus oder versuchen den Bock ein zu kasernieren.

  • Hallo Micha,


    Oder alles so lassen und lediglich ein paar kleine Steine als Abgrenzungen setzen.

    Jeder Umzug bei Tropheus bringt etwas Stress, entweder Einrichtung sofort entsprechend strukturieren, ggf einmal minimale Veränderungen oder eben vorerst alles raus wie Jürgen schon schrieb.

    Mit freundlichem Gruß Stefan

    Die Einstellung der Menschen verändert sich nicht dadurch das Feindbilder ausgetauscht werden.