• Guten Morgen, ich habe heute mal meine Wasserwerte gemessen und wollte von euch einmal hören ob die so ok sind. Erst einmal vorweg, den Fischen scheint es sehr gut zu gehen. Sie haben tolle Farben und vermehren sich wie Karnickel. Nun sind aber ein paar Werte in einem Bereich wo z. B. Südamerika oder Asienbecken nicht mehr funktionieren würden. Z.B. Phosphat 1,8 +nach oben nicht mehr zu messen. Also Dunkelblau fast Schwarz. Nitrat 40, GH 8, KH 6, PH7,5, FE 0, Nitrit 0. Speziell bei Phosphat und Nitrat sind die Werte ja extrem hoch. Sollte ich da etwas unternehmen oder es so laufen lassen. Wie gesagt, den Fischen geht es gut. Algen Probleme habe ich auch keine. Normalerweise ist das mit den hohen Werten auch nicht verwunderlich bei dem Besatz und den Futtermengen. Können solche Werte den Tieren auf dauer Schaden?

    Gruß Steffen

  • Moin Steffen,

    entsprechen die Wasserwerte in deinem Becken ziemlich genau den Werten eures Leitungswassers? Hohe Nitrat- und Phosphatwerte sind Ja leider mittlerweile in vielen Regionen verbreitet.

    Wenn das so ist, würde ich persönlich nichts ändern, den Fischen geht es ja wie du schreibst prächtig, Algenprobleme hast du auch nicht. Der KH-Wert ist zwar relativ niedrig aber noch akzeptabel.

    Also aus meiner Sicht besteht kein Handlungsbedarf. Vielleicht äußert sich ja noch jemand zu eventuellen Langzeitschäden für deine Tiere, diese Gefahr besteht aus meiner Sicht aber nicht.

    Gruß, René

  • Danke René für deine Antwort. Was die Wasserwerte von meinem Leitungswasser an geht habe ich die noch gar nicht gemessen. Mach ich nachher aber gleich mal. Kann mir aber nicht vorstellen das der Phosphatwert so hoch ist. Der Joachim Mundt hat ja ein Video gemacht wie man schnell und einfach Phosphat aus dem Becken bekommt. Stahlwolle in den Filter, fertig. Probieren werde ich es mal.

    Gruß Steffen

  • Du findest die wichtigsten Wasserwerte eures Leitungswassers eigentlich ganz schnell auf der Homepage eures Wasserversorgers, bin mal gespannt ob die hohen Phosphatwerte da auch auftauchen, selber messen kann natürlich nicht schaden,…

    Das mit der Stahlwolle ist mir neu, berichte nach deinem Versuch bitte mal, bin mal gespannt!

    Gruß, René

  • Die hohen Phophatwerte, die Steffen beschreibt, können schon stimmen.


    Dem Trinkwasser werden durch die Wasserwerke häufig Polyphosphate zugesetzt. Hier übernehmen sie die Aufgabe der Härtestabilisierung, sodass ein Verkalken der Rohrleitungen weitestgehend verhindert wird. Polyphosphate schützen die Rohre außerdem vor Korrosion und bauen Eisenablagerungen ab, sie gehen aber auch Verbindungen mit einer Vielzahl an Stoffen ein und können eine Trübung oder Braunfärbung des Wassers „verdecken“ - man erhält scheinbar sauberes Wasser, die Stoffe sind jedoch noch vorhanden.


    Grenzwerte laut Trinkwasserverordnung: 2,2 mg/l berechnet als P, entsprechen 6,7 mg/l berechnet als PO43– und 5,0 mg/l berechnet als P2O5


    Habe aber auch schon mitbekommen, dass der Grenzwert von 2,2 mg/l überschritten wird.

  • Was sagen die Wasserwerte im Leitungswasser ?

    Bin ganz gespannt.

    Kann es sein das die Testflüssigkeit alt ist ?

    Oder der Teststreifen ?

    Gruß Reiner


    P.S. Es gibt Selbsthilfegruppen für Menschen die mit mir zu tun haben

  • Hallo, Entschuldigung das es so lange gedauert hat. Mein Enkel hat Geburtstag und ich musste nach Freiburg in Spielzeuggeschäft. Ich bin fertig.

    Jetzt zum Leitungswasser. Habe Phosphat gemessen. Leitungswasser Null, keine Reaktion. Aquarienwasser dunkelblau. Diese Farbe gibt es auf der Skala gar nicht mehr. Soll ich alles nochmal messen?

    Gruß Steffen

  • Der Amin hat vor Jahren glaub ich mal geschrieben, wie man Polyphosphate nachmessen kann.

    Phosphate im kalten Leitungswasser und die Polyphosphate nur im heissen Wasser, mag mich da irren...

  • Jetzt zum Leitungswasser. Habe Phosphat gemessen. Leitungswasser Null, keine Reaktion. Aquarienwasser dunkelblau. Diese Farbe gibt es auf der Skala gar nicht mehr. Soll ich alles nochmal messen?

    Gruß Steffen

    Hätte ich so nicht vermutet. Bedeutet ja, dass sich zwischen den Wasserwechselintervallen in deinem Becken so eine hohe Phosphatkonzentration entwickelt. Sollten sich also doch mal Probleme, z.B. zu starker Algenwuchs, ergeben, könntest du das mit häufigeren Wasserwechseln lösen, bin aber definitiv auch auf die Ergebnisse deines Stahlwollen-Versuchs gespannt :thumbup:

    Gruß, René

  • Hallo, ich habe heute die Stahlwolle im Internet bestellt. In jedem Laden wo ich war gab es das Zeug nur in Edelstahl rostfrei. Ich denke mal der Sinn der Sache ist ja gerade das es rostet. Wenn das Phosphat nicht mit dem Stahl reagiert ist es ja quatscht. Ich schreibe mal ob es funktioniert, und wieviel Wolle man braucht für 840l.

    Gruß Steffen

  • Hallo, heute ist die Stahlwolle gekommen. Bevor ich sie in den Filter gemacht habe war noch ein ca 300 l Wasserwechsel fällig. Danach war der Phosphatwert immer noch jenseits von Gut und Böse (dunkelblau). Jetzt ist sie drinnen in einem Filtersäckchen, und es zeigt schon eine Reaktion. Das Wasser wird leicht milchig. Das soll aber normal sein und schnell wieder verschwinden. Bin mal gespannt ob es funktioniert. Ich habe ein kleines Algenproblem an der Frontscheibe. An den Steinen und Pflanze ist nichts aber die Frontscheibe überzieht es mit einer hellen trüben Schicht irgendetwas. Geht mit dem Scheibenreiniger von Tunze echt leicht ab, einmal drüber und gut. Aber die Hosenscheisser im Becken sind jedes mal beleidigt wenn ich das Teil starte. Da sehen die Kiriza und Red Rainbows für eine Stunde gleich aus (Eierkohlen). So, bin mal gespannt ob es was bringt. Sonst muß ein Phosphatentferner an die Pumpe dran. Kostet natürlich ein vielfaches von der Stahlwolle. Ich werde jetzt mal täglich testen und wenn sich etwas ergibt melde ich mich wieder.

    Gruß Steffen