• Wissenswertes über den Tropheus Ilangi


    Am östlichen Eingang der Nkama-Bay liegt der Fundort des Tropheus Moorii Ilangi. Der Trendsetter unter den Tropheus wurde Anfang der neunziger Jahre erstmalig importiert und steht seit damals ständig auf den Wunschlisten der Importeure. Der Fang der Tiere gestaltet sich als äußerst gefährlich, weil es in der Nkama-Bay von Krokodilen wimmelt, was sich vereint mit der hohen Nachfrage in höheren Preisen widerspiegelt.


    Charakteristika:

    Die Grundfärbung der Tiere besteht aus zwei unterschiedlichen Farbzonen, deren Grenzen fließend sind. Die Oberseite des Kopfes und der Rücken oberhalb der Seitenlinie sind grünlich gefärbt. Der Zwischenaugenbereich wird von zwei v-förmig aufeinander zulaufenden Zeichnungen markiert. Die Punktmuster auf dem Kopf fehlen bei dieser Variante. Der äußere Augenring ist bläulich und besonders im oberen Teil grüngelb gerandet. Der restliche Teil vom Kopf ist bräunlich, der Körperbereich unter der Seitenlinie leuchtend gelb gezeichnet. Die Dorsale ist hellrot und die Anale dunkelrot kräftig gefärbt. Caudale, Pectorale und Ventrale sind dunkel bis dunkelrot. Dern Tropheus Ilangi wird von zwei Importeuren an verschiedenen Stellen gefangen, wobei sich die importierten Tiere in eine Form mit rötlich gefärbten Seiten und eine andere mit den leuchtend gelben Flanken unterscheiden.


    Gemeinschaftsverhalten der Moorii

    Beim Tropheus moorii Ilangi handelt es sich um eine eher friedliche Variante. Streitigkeiten konnten nicht festgestellt werden. Reviere werden lediglich von Männchen abgesteckt. Die Weibchen vagabundieren umher. Besonders schön wirkt diese äußerst attraktive Variante in hellen Becken. Jedoch gelten diese Tiere allgemein nicht als sehr vermehrungsfreundlich.


    Gruppe: Tropheini / Tropheus


    Herkunft:
    Tanganjikasee, die Tropheus moorii "Golden Kalambo" kommen im südlichen Teil des Sees zwischen den Flüssen Lunzua und Kalambo äußerst selten vor.


    Lebensraum:
    Lebt im offenen Wasser bis ca.10m Tiefe in der Nähe von Felsen. Reviere scheinen lediglich von Männchen abgesteckt zu werden, die Weibchen vagabundieren umher.
    Im Aquarium wird der ganze Bereich des Beckens genutzt. Es sollten einige Steine als Versteckmöglichkeiten für unterdrückte oder tragende Tiere eingebracht werden.


    Größe:
    Männchen werden bis zu ca. 12cm groß, Weibchen bleiben meist etwas kleiner.


    Geschlechtsmerkmale:
    Äußerlich nicht zu erkennen, nur anhand der Genitalpapille.


    Haltung:
    Für die Haltung dieser Art ist ein Becken mit mindestens 120cm Kantenlänge empfehlenswert.
    Die Tiere sollten in einer Gruppe gehalten werden. Je größer die Gruppe desto weniger Hektik/Stress gibt es, da sich die Aggressionen auf die ganze Gruppe verteilen. Es ist nicht unbedingt notwendig einen Weibchenüberschuss zu halten.


    Ernährung:
    Gut geeignet ist Flockenfutter oder Granulat mit Spirulina - Grünfutteranteil. Im Tanganjikasee leben die Tiere vom abweiden des Aufwuchs & Algen von den Felsen.


    Wasserwerte:
    Ph-Wert: 7,5 - 9,4
    Gesamthärte: 10-12°
    Karbonhärte: 15-18°


    Temperaturbereich:
    24 - 28° C


    Zucht:
    Alle Tropheus sind mütterliche Maulbrüter. Die jungen werden nach ca. 20-28 Tagen aus dem Maul der Mutter entlassen. Sie sind mit bis zu 15mm recht groß und können sofort gefüttert werden.
    Die Tropheus Varianten sind unterschiedlich Produktiv, auch werden die Jungen recht häufig nach dem entlassen, aus dem schützendem Maul der Mutter, gefressen.
    Man kann durchaus ein paar Steine als Versteckmöglichkeit einbringen. Die Jungtiere werden anfangs bei Gefahr in der Regel von der Mutter wieder in das schützende Maul genommen.



    Bilder:


    ilangi.jpg

    grüße aus SchwabenWürttemberg sendet


    Bruno (CichlidenSchwabe)

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