Die Geschichte vom Nitratgehalt und dem Wasserwechsel

  • Hi,

    bin mir nicht sicher, aber ging es bei Jürgen nicht um Nitratharz? Zumindest kenn ich da die Problematik mit dem Ablaichen.


    Grüße


    Joe

    „Im übrigen gilt ... derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht“ (Kurt Tucholsky)

  • Kann mich da auch dran erinnern bei Jürgen, ging aber um Nitratharz.

    Wobei ich auch mit Harz, Nachwuchs habe, egal ob Tropheus, Cyprichromis, xenotilapia.

    Ich verwende allerdings ein anderes( Sachem Purigen).

  • Hallo zusammen :hi:


    Nachdem ich in meinem Leptosoma-Becken seit geraumer Zeit kein brütendes Mädel mehr gesichtet hatte (siehe meinen Beitrag RE: Die Geschichte vom Nitratgehalt und dem Wasserwechsel), dachte ich, dies könnte eventuell mit dem Oxydator bzw. den vom Oxydator abgegebenen Sauerstoffradikalen etwas zu tun haben.

    Seit ca. 2-3 Wochen habe ich den Oxydator ausser Betrieb … und was soll ich sagen … es schwimmen wieder 2 brütende Mädels herum. Ich kann diesen Kausalzusammenhang natürlich nicht beweisen bzw. fachlich klar begründen, aber ich komme zu meinem persönlichen Schluss, dass Sauerstoffradikale wohl nicht unbedingt förderlich sind für das Wohlbefinden meiner Leptosomas. Ich behalte den Oxydator deshalb mal ausser Betrieb. War eine persönliche Erfahrung, möchte aber hier nicht wieder ein Glaubenskrieg über Oxydatoren entfachen, sondern es einfach bei meiner Feststellung belassen 8)

    Ich werde den Test an meinem Ektodus machen. Lange kein Jungbrut mehr gesehen. Es gibt immer noch Weibchen mit Eiern im Maul, aber sie entwickeln sich nie weiter. Im selben Becken vermehren sich die Paracyprichromis wie Kaninchen, also erwarte ich nicht viel davon, aber einen Versuch ist es wert.

  • Thema Wasserwechsel und Keimdichte

    Liebe Leute,


    In der Diskussion über Größe und Häufigkeit von Wasserwechseln als Maßnahme, um den Gehalt von Schadstoffen im Aquarienwasser klein zu halten, wurde hier im thread auch deren Wirksamkeit im Zusammenhang mit der Bakteriendichte angesprochen.


    Nix genaues weiß man nicht, daher habe ich mir gerade einen hochinteressanten Artikel von

    • Andreas Spreinat aus der Datz 04/05-2021 (Titel: Bakterien im Aquarienwasser – wo sie herkommen, was man gegen sie tun kann und was ein UVC-Strahler leistet)

    durchgelesen und möchte dessen wichtigste Erkenntnisse hier kurz zusammenfassen.


    Im Laufe seiner Versuche fiel Andreas auf, dass die Keimdichte (ausgedrückt in KBE/ml) im Aquarienwasser in vielen Fällen wenige Stunden nach einem Wasserwechsel praktisch unverändert oder sogar höher war als davor.


    Nach seinen Untersuchungen sind Ausscheidungen der Fische (Kot) die hauptsächliche Quelle der (freien) Bakterien im Aquarienwasser. Und das umso intensiver, je mehr diese Fäden sich mechanisch zersetzen oder z.B. durch Fische, insbesondere Detritusfresser, aufgenommen und zerkleinert werden.
    Ein Gegenversuch in einer Tonne mit reichlich Kotfäden ohne Wasserbewegung und ohne Zerkleinerung selbiger zeigte keinen nennenswerten Anstieg der Keimdichte.


    Den Anstieg der Keimdichte nach einem großen WW erklärt er durch den Stress der Tiere, bei dem diese vermehrt Kot ausscheiden. Man kennt diesen Effekt auch beim Transport der Tiere in Beuteln.


    Fazit: Stress für die Tiere beim WW vermeiden. Im Idealfall ein kontinuierlicher WW. Regelmäßig Mulm aus dem Becken entfernen. Mattenfilter beim WW absaugen.

    Andreas geht auch auf eine - neben Nitrifikation und Trübstoffbeseitigung – weitere wichtige Funktion eines Filters ein: dessen Bakterienrückhaltevermögen und stellt die Vorteile eines großvolumigen (Bio)Filters mit langsamer Durchgströmgeschwindigkeit dar (große Filterbecken), in dem sich Bakterien auf dem Filtersubstrat niederlassen und die Keimdichte im Wasser niedrig bleibt.


    Zum UVC-Klärer nur kurz: Von Andreas Daumen hoch, wirksames Instrument. Wenn da nicht die Stromkosten wären … 😉


    Beste Grüße, Stefan :hi:

  • Beim Thema UVC-Klärer gehen die Philosphien bzw. Überzeugungen auseinander. Stromverbrauch dürfte dabei aber wohl noch das kleinste „Übel“ sein.

    Eine eher zurückhaltend-ablehnende Haltung gegenüber einem Dauerbetrieb eines UVC-Klärers vertritt z.B. Joachim Mundt, der hier im Forum übrigens auch als Mitglied angemeldet ist:


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  • eim Thema UVC-Klärer gehen die Philosphien bzw. Überzeugungen auseinander

    Hi Steffi

    Andreas hat nur die Wirksamkeit des UVC-Klärers im Hinblick auf niedrige Keimzahlen beurteilt.

    Wie sinnvoll es ist, die Keimdichte auf einem dauerhaft extrem niedrigen Niveau zu halten, steht auf einem anderen Blatt.

    Und das mit dem Stromverbrauch war augenzwinkernd gemeint.

    Gruß, Stefan :)