Hallo zusammen,
für einen Becken-Neubesatz brauche ich euren Rat. Aktuell halte ich einem Becken mit den Maße 120 cm x 50 cm x 50 cm eine Gruppe Neolamprologus pulcher daffodil Kantalamba. Mir gefällt die Art super gut, daher überlege ich aktuell mein zweites Becken auch in ein Tanganyika Becken umzubauen.
Es hat die Maße 200 cm x 50 cm x 60 cm (l x b x h).
Zentrale Art soll auch wieder die oben genannte sein. Nun stellt sich mir die Frage, ob bei der Größe eine Vergesellschaftung möglich ist.
Ich würde gerne maximal noch eine Art dazusetzen. Interessieren würden mich:
- Neolamprologus similis/multifasciatus (Hier würde ich die Hälfte mit Steinaufbau machen und die zweite Hälfte mit Sandfläche plus Schneckenhäußer)
- Juulidochromis (hier wäre ich flexibel, keine große Art)
- Synodontis petricola / lucipinnis
Bin für jeglichen Input dankbar. Am liebsten wären mir konkrete Erfahrungsberichte.
Viele Grüße
Franz
PS: Ihr findet mich auch auf Instagram. Dabei vor allem mit meinem zweiten Hobby.
https://www.instagram.com/franzcarnivoro…2VxOGkwbjRxaw==
Großes Becken für Neolamprologus pulcher
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Hallo Franz,
vermutlich wirst du in deinen jetzigen Becken schon feststellen, dass die Feenbuntbarsche extrem vermehrungsfreudig sind. Bei mir ca alle 4 Wochen 50 Jungtiere. Durch die sogenannte Etagenbrut sind neue Jungtiere ab der 2. Generation bestens gegen fressfeinde geschützt. So übernimmt die Art meist über kurz oder lang das gesamte Becken.
Die angesprochen Multis pflege ich auch und sie sind durchaus wehrhaft. Da sie aber eher nicht die Jungfischräuber sind werden sie die Zahl der Feen nicht aktiv eingrenzen. Ich würde sagen, dass sie früher oder später untergebuttert werden.
An deiner Stelle würde ich die Feen im Artbecken lassen und das 2m Becken mit anderen spannenden Arten besetzen.
Sicher melden sich hier noch Experten die dir Praxistipps geben können.
Gruß
Patrick -
Guten Morgen
ich habe 2 Becken mit Großfamilien N. brichardi und N. marunguensis. Beim brichardi noch 5 N leleupi, im anderen 1 Paar calvus. Julidochromis konnten sich nicht etablieren. Am Boden dominieren die Feen. kurz gesagt, das selbe was Patrick eben schon schrieb. für die statistik
Peter -
Hallo Franz,
Ich pflege seit Jahren N. Marunguensis zusammen mit Frontosa, N. Leleupi und J. Transcriptus. Am stärksten und erfolgreichsten vermehren sich bei mir eindeutig die J. Transcriptus. Die lassen sich auch von keiner anderen Art unterbuttern.
Bei mir klappt diese Form der Vergesellschaftung also sehr gut. Alle zwei bis drei Jahre kommt die Fischfalle zum Einsatz und es werden einige Tiere verkauft. Es hält sich mit dem Nachwuchs, der durchkommt aber absolut in Grenzen.
Gruß, René
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Ich kann nur von meinen Brichardi berichten. Ich hatte einmal versucht eine kleine Kolonie Simillis auf der gegenüber liegenden Ecke zu setzen. Das war ein riesen Fehler. Resultat ein totes Männchen von den Schnebubas und der Rest wurde oben rechts in die Ecke verbannt.
Julidochromis kannst du auch vergessen, da sie den selben Lebensraum bevorzugen.....
Mach ein Artenbecken - das erspart dir viel Ärger. Für das 2 Meter Aquarium würde ich mich auch eher nach anderen Tanganjikas umschauen.
Auch wenn ich gleich eine aufs Dach kriege
(duck) vlt. Frontosa ??LG Stefan
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Ich kann mir ein 2m-Becken nur mit den schönen Daffodils nur zu gut vorstellen.
Links & rechts ein Steinaufbau mit etwas Freifläche dazwischen, und Du siehst vielleicht völlig neue Verhaltensweisen wie zB sich in der Mitte androhende Platzhirsche. Eben weil es für zwei Brutkolonien reicht.
Wobei ich persönlich mit der Beckengröße den Traum eines N. tretocephalus/Sexfasciatus-Artbeckens erfüllen würde.
Aber zu groß gibts auch für die Feen nicht, und man hat das gute Gefühl, ihnen wenigstens etwas mehr Raum zu bieten.Bei mir halten sich bei Transcriptus und einem Leleupi-Paar relativ gut A.Calvus, auch weil die anfänglichen Angriffe der Anderen immer durch so eine Art Krümmen und Seite-Präsentieren abgewehrt wurden, dass sie aufgegeben haben.
Mittlerweile sind die Calvus null scheu und der große Bock scheint der Herr im Hause zu sein.
Würde dann aber zu schon größeren Altos raten, mit dem Einwand, dass mir die Erfahrung von Altos mit Feen fehlt.
netter Nebeneffekt: Vllt nicht ganz so viele kleine daffodil?
LG Burkhard -
Hallo zusammen,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Also insgesamt geht die Tendenz ganz klar in die Richtung, keine weitere Art dazuzusetzen.
Ich werde dann trotzdem das 2 m Becken mit den daffodil besetzen.
Mal schauen, was ich mit dem kleineren Becken mache. Vielleicht lasse ich dort auch die aktuelle Kolonie und setze nur Nachzuchten ins große Becken.
Zu den Synodontis petricola / lucipinnis kam bisher noch keine Antwort. Ist das ebenso keine gute Idee, oder?
Danke.
Viele GrüßeFranz
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Guten Morgen Franz....
Ich würde das mit den Synodontis lassen.. Das sind zwar wunderschöne Tiere, aber zusammen mit Feen würde ich Bauchschmerzen bekommen.
Die Synodontis leben ebenfalls in Felsspalten und würden auch in die Bruthöhle der Feen gehen - hinzu kommt ja auch das die Feen Tagaktiv sind und die Synodontis eher Nachtaktiv. Das bedeutet das deine Feen ständig unter Stress stehen....
Du kannst es natürlich probieren... aber eine Garantie kann dir keiner geben...
LG Stefan
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Hallo Franz,
beeindruckend sieht das 2m Feenparadies sicher aus. Ich würde an deiner Stelle auch mit Nachzuchten starten. Sicher deutlich interessanter zu beobachten wer zum Zug kommt. Dazu erhöht sich vermutlich die Chance das sich 2 Kolonien bilden und damit, das von Schmutzi beschriebene Verhalten zu sehen.
Mit den Welsen habe ich keine Erfahrung, vermute aber dass sie bei den Feen kein all zu schönes Leben haben. Die verkloppen vermutlich alles das sie nicht unterbuttert.
Da fehlt mir aber die Erfahrungen. Ich würde es einfach lassen. Wie willst du die Welse wieder rausbekommen ohne das Becken zu räumen, was Unruhe in die Kolonie bringt und wohin mit den Tieren?Zum Thema Unruhe noch ein paar Worte. Auch wenn die Neolamprologus als einfache Pfleglinge gelten können kleinste Veränderungen (große Wasserwechsel, oder ein gedrehter Stein) die Paarbindung schädigen und ein harmonierendes Paar schlägt sich urplötzlich die Köpfe ein.
Das könnte dann dein Feenparadies in ein Schlachtfeld verwandeln.
Gruß Patrick
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Hallo zusammen,
habe jetzt mal ca. 40 Jungfische separiert, um sie im Frühjahr bereit zu haben für das große Becken.
Da mir jetzt von euch allen von einer Vergesellschaftung abgeraten wurde, bleibt es dabei, außer es hat noch jemand eine super Idee.
Habt ihr Einrichtungsideen für mich? Hätte jetzt drei Steininseln aufgebaut.
Habt ihr eine gute Bezugsquelle für geeignete Steine? Mir fällt jetzt nichts besseres als Lochgestein ein.
LG Franz -
Moin Franz
Woher kommst du denn? In Berlin gibt es einen guten Laden. Der nennt sich Wasser und Steine.
LG, Alex
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Moin,
Steine findet man bezahlbar bei Sand und Stein händlern. Da kann man auch gut Sand kaufen ohne ein Vermögen zu lassen.
Findet man entweder über Google oder Kleinanzeigen. Einfach Mal nach Basalt oder so bei Kleinanzeigen suchen und gewerblich filtern. Oder auch nach Sand und bei Maps Satellit Mal gucken ob da auch Steine liegen.
Gruß
Nils
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Hallo,
nochmal ein Frage zu dem Becken.
Wäre ein Kombination aus zwei Arten möglich?
- Neolamprologus / Lamprologus / Altalamprologus (Hier würde ich die Hälfte mit Steinaufbau machen und die zweite Hälfte mit Sandfläche plus Schneckenhäußer)
- Juulidochromis (hier wäre ich flexibel, keine große Art)Freue mich auf euren Input. Vielleicht überdenken ich nochmal den Plan mit dem zweiten Feenparadies.
Lg Franz
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Hi Franz,
bei mir schwimmen hier seit längerer Zeit sowohl Pulcher, als auch Julidochromis
und Altolamprologus durch die Unterwasserlandschaft, bei ähnlicher Beckenlänge,
aber etwas mehr Breite und Höhe!

Dabei haben sich die Pulcher und auch die J.Reganis dezent vermehrt, die Altos
brüten zwar fleißig, kriegen aber nix durch!!
Unterm Strich kann man das machen, auf lange Sicht könnte der Pulcher allerdings
die Oberhand gewinnen, dann werden die Weichen hier neu gestellt!!


Grüße, Dirk
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Hallo Dirk,
Danke für deine Antwort.
Noch als Ergänzung: Ich bin dann nicht auf die pulcher festgelegt. Könnte auch eher in Richtung Schneckenbuntbarsche gehen.
Dann hätte ich quasi Schneckenbewohner und Felsenbewohner (Juulidochromis).
Lg Franz
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Hallo Franz
Ich fände eine Kombination aus Altolamprologus (calvus oder compressiceps) und Julidochromis marksmithi optisch sehr reizvoll.
Die Fische mit viel Gelbanteilen vor (dunkel-)bläulichem Hintergrund und einer felsig-zerklüfteten Steinlandschaft. 🤩
Hier ein Becken, das vielleicht bezüglich scape als Inspiration dienen könnte:
Externer Inhalt youtu.beInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Bei einer 60er Höhe könntest Du auch hohle Kunststeine von oben ins Wasser reinhängen lassen (z.B. an quer zu den Längsstreben aufgelegten Glasstreifen befestigt). Dadurch würden sich die Julis auch noch im oberen Bereich aufhalten.
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Hallo,
bei 200 x 50 x 60 cm fände ich Neolamprologus callipterus genial, vielleicht sogar zwei "Nester", falls man halbwegs gleichstarke Männchen hat.
Und dazu dann klassisch Telmatochromis vittatus "Shell" und vielleicht noch weitere Arten, die in der Natur im/am Callipterus-Nest vorkommen.
Beste Grüße
Christian -
Hallo Franz,
also ich kann berichten das in meinem Becken (360L) 4 Neolamprologus Pulcher daff., 6 Similis & 4 Synodontis wunderbar nebeneinander Leben. Dazu muss ich allerdings vielleicht sagen das alle gleichzeitig eingezogen sind, Jungtiere waren und es gut daran liegen mag.
Wie in meinem ersten Bericht geschrieben habe, hat einer der Daffoldis Stress mit den andern und lebt zu Zeit mit bei der Kolonie der Similis, diese zeigen diesem manchmal auch deutlich das er Gast in der Kolonie ist
.Also wie Du siehst kann es so oder so laufen. Wie beim Menschen da verträgt sich auch nicht jeder mit jedem, aber die Mehrzahl schon. Ich würde vorschlagen wenn Du es versuchen willst dann mach es auch so das alle gleichzeitig einziehen und keiner vorher schon sein Revier abstecken kann.
LG
Heinz
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Hallo Franz,
ich hatte bei meinen Brichardi noch ein paar N. Leleupi (waren von Anfang an drin) und noch einen Bock Altolamprologus Compressiceps.
Die Leleupi mussten sich unterordnen, hat aber sehr gut geklappt und der Altolamprologus Compressiceps Bock war bei mir ganz klar der Chef im Becken.
Hab das Becken einige Jahre so gehabt mit der Konstellation.
Grüße Sascha
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Hallo zusammen,
vielen Dank für eure Antworten.
Aktuell tendiere ich stark dazu, Julidochromis regani einzusetze. Wurde mit einer 10er Gruppe starten.
Jetzt ist noch die Frage, eine zweite Art, ja oder nein? (Gefallen würden mir hier z.B. Lamprologus kungweensis oder signatus oder Neolamprologus helianthus)
Lg Franz
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