Beiträge von bongo

    Hallo Belinda,

    eigentlich ist das Becken wie schon erwähnt für drei Arten zu klein......:nixweiss:

    Allerdings gibt es vlt doch einen kleinen Hoffnungsschimmer aber ich schicke direkt vorweg, dass es keinerlei Garantie gibt ob die Sache klappt.

    Wenn du gerne drei Arten inkl. A. sp. shell haben möchtest, musst du die anderen Arten an die nicht wirklich durchsetzungsfähigen Altos anpassen.

    N. caudopunctatus ist da schon grenzwertig.... Ich hatte diese Kombination mit den Altos und Caudos schon einmal und muss sagen, dass ich von den Altos nicht viel gesehen habe. Zudem haben die Caudos teilweise versucht, die Schneckengehäuse inkl. der Altos drinnen einzubuddeln....8|. Von den Altos kam diesbezüglich wenig Gegenwehr...:sleeping:.

    Zudem sind die L. kungweensis auch recht "charakterstark" wenn sie sich erstmal eingelebt haben ;)und sie benötigen mehr als 2-3 Röhren oder Schneckenhäuser pro Tier, da sie z.B. auch ihre Eier und Larven sehr oft umbetten. So werden sie im schlimmsten Fall die doch sehr scheuen Altos nie wirklich in Ruhe lassen......

    Die mMn oben angesprochene Möglichkeit wäre ggf:

    1/1 N. caudopunctatus (ist aber wie gesagt grenzwertig)

    1/1 A. sp. Sumbu Shell

    1/1 N. brevis (anstatt der L. kungweensis)

    Der Vorschlag mit den brevis hat folg. Hintergrund: die brevis benötigen nur ein Schneckenhaus, welches sich beide Geschlechter eines Paares teilen. Zudem verteidigen sie nur ein relativ kleines Gebiet rund um ihr Schneckengehäuse und sind nicht so aggressiv wie viele andere Schneckenbubas.....


    Ach ja, ich möchte noch anfügen, dass du dann aber dringend die Besatzreihenfolge beachten solltest. Am besten setzt du zuerst die Altos und/oder die brevis und dann ca. 2-3 Wochen später, wenn die anderen etwas Sicherheit in ihrem neuen Habitat gesammelt haben, die caudopunctatus.....


    Wie gesagt, es gibt keine Garantie für o.g. Vorschlag und mit nur zwei Arten wäre es bestimmt sicherer......:brav:


    Ich bin nach wie vor sicher, dass eine Kombination aus N.caudopunctatus und L. ocellatus funktionieren würde. Es müssen für den Kontrast ja nicht ocellatus "gold" sein....Schau dir mal die "Ur-ocellatus" oder einfach ocellatus "blue" an...;)

    Hi Belinda,

    um nochmal auf die Geschichte mit dem Artenbecken für Feenbuntbarsche und Aggressionen im allgemeinen von Tanganjikacichliden zurückzukommen......und nicht zuletzt um ein bisschen eine Lanze für die Arten des Brichardi-Komplexes zu brechen.......:opa: Beinahe alle Arten aus dem Tanganjikasee haben ein gewisses Aggressionspotential, einige mehr, andere etwas weniger, oft innerartlich sehr ausgeprägt und manchmal auch hauptsächlich gegenüber allen anderen Arten, wie bei den Feen. Dementsprechend sind sie sehr schwer bis garnicht zu vergesellschaften. Aber das soziale Verhalten zu beobachten bei diesen Etagenbrütern ist schon sehr interessant. Betr. der Vermehrung der Feenbuntbarsch Arten, ist es sehr oft so, dass die Tiere weniger oder nur noch sehr kleine Gelege produzieren wenn der Platz im Becken ausgeht. Diese Erfahrung haben neben mir auch schon viele andere hier gemacht. Zudem wächst die Kolonie nicht ins uferlose wenn für die Jungtiere nicht speziell zugefüttert wird...... :sagnix:

    Im allgemeinen gilt:

    Ganz sichere Garantien für einen funktionierenden Besatz betr. Tanganjika, speziell bei Vergesellschaftung versch. Arten, gibt es allerdings nie. Bei einem klappt's bei anderen nicht. Alles ist auch abhängig von versch. Faktoren, wie z.B. Reihenfolge des Besatzes, Struktur des Beckens, sind die eingesetzten Fische als Jungtiere zusammen aufgewachsen usw.......

    Hallo Belinda,

    die Beckenmaße von 140x30x30cm ergeben einen Bruttoinhalt von 126l und somit ist dein Becken mMn für maximal zwei Arten geeignet......

    Da bieten sich schon einige der hier bereits vorgeschlagenen Lamprologini gut an.

    Ich werfe mit einem reinen Feenartenbecken noch eine Variante in den Raum. Schau dir mal Neolamprologus brichardi oder pulcher oder andere etagenbrütende Arten aus dem Brichardi-Komplex an. Die sozialen Strukturen in einer wachsenden Kolonie dieser Arten sind sehr beobachtenswert......;)

    Wenn das nix für dich ist, kannst du wie schon vorgeschlagen zwei kleinere, nicht zu raumbedürftige Lamprologini Arten einsetzen. Und ich würde an deiner Stelle auch vorerst bei problemlosen Lamprologini bleiben um erstmal ein paar tanganjikatypische Verhaltensweisen kennen zu lernen......

    Die bereits vorgeschlagenen N. caudopunctatus z.B. haben die Eigenschaft, fast immer sichtbar im Becken unterwegs zu sein, was schon mal sehr vorteilhaft ist. Viele der anderen Arten leben deutlich versteckter und um nicht ständig in ein Geisterbecken zu blicken, sind Caudos schon mal eine gute Wahl.

    Dazu eine obligatorische Schneckenbrüterart und du hast mMn einen schönen und funktionierenden Besatz.

    Als Schneckenbrüter sind es ein paar Arten, welche in Frage kommen könnten, von denen auch schon ein paar hier genannt wurden.....

    Ich möchte dir aber noch Lamprologus ocellatus vorschlagen, da diese auch nicht zu scheu sind und robust genug sich gegen brutpflegende caudopunctatus zu behaupten. Da die caudos mit Jungfischen schon sehr aggro agieren können.... (nicht wahr Reiner  8o)

    Die ocellatus neigen ggf. Zur Haremsbildung und bei etwas geschickter Strukturierung des Beckens, kannst du möglicherweise ein Männchen und zwei Weibchen der Art ins Becken packen. Dazu 1/1 Neolamprologus caudopunctatus und fertig......

    Das wäre mein Vorschlag für das Becken mit den besonderen Maßen......:opa:

    Hallo zusammen,

    finde diese Arten auch ziemlich spannend und würde mich über weitere Informationen freuen.

    Ich weiß, dass diese Art nicht explizit hier im Thread genannt wurde, aber ich glaube der Rainer ( Malawi61 ) hat auch N. mondabu, oder?

    Wie ist das Aggressionspotential bei den mondabu? Ich habe irgendwo gelesen, dass es sich um eine eher gemäßigte Art aus diesem Komplex handeln soll, stimmt das?

    Ich will dich nicht nötigen Rainer, würde mich aber sehr über Bilder der mondabu freuen...;)

    BTW, hat schon jemand N. sp. "Eseki" gehalten? Wie groß ist der Unterschied zu den mondabu etc.?

    Das würde mich alles sehr interessieren, also wenn jemand was weiß, immer raus damit...

    Dankeschön:joint:

    Hi Jochen,

    wie ich schonmal erwähnt habe, sind N. caudopunctatus sehr genügsam..... Sie brauchen nicht zwingend Schneckenhäuser.... Zudem wird es passieren, dass die caudopunctatus keine bzw wenig Chancen haben Schneckenhäuser zu besetzen wenn die Multis sich im Becken ausbreiten. Das ist aber auch kein großes Problem, solange den caudos ein paar Steinaufbauten zur Verfügung stehen.....

    Und ja, die Kombi mit Multis und Caudos ist wahrscheinlich die Variante bei der immer etwas zu beobachten im Becken ist.....;)

    Hi Jochen,

    wenn du dich gegen die kolonibildenden Schneckenbrüter entscheidest (was ich persönlich befürworten würde;)), kannst du, wenn du wie schon angesprochen geschickt strukturierst, ggf. mehr als nur ein Paar der z.B. von Torsten schon erwähnten L.ornatipinnis "striped" oder auch von den N. brevis ins Becken setzen. Bei L. ocellatus würde ich nur ein Männchen, aber ggf. mit zwei Weibchen setzen, da diese auch zur "Vielweiberei" neigen, wenn sich die Möglichkeit bietet...8o. Nur auch da musst du daran denken, zwei deutlich abgegrenzte Reviere für die Mädels zu kreieren, welche dann zusammengenommen + ein bisschen mehr, das Gesamtrevier für das Männchen ergeben.....:joint:

    Bei L. ornatipinnis "striped" könnte ich mir ggf. zwei Paare vorstellen. Aber nebenbei bemerkt es gibt versch. Varianten von ornatipinnis, welche mMn in ihrem Aggressionpotential unterschiedlich sein können. Die "striped" Variante zählt aber eher zu den tiefenentspannten Varianten....8)

    Bei N. brevis gehe ich noch einen Schritt weiter und denke es wären vlt. sogar drei Paare möglich. Allerdings sollten diese dann als Jungtiere zusammen aufgewachsen sein und die einzelnen Reviere müssen geschickt mit z.B. einzelnen, auch größeren (höheren) Steinen als Sichtschutz abgegrenzt werden. Die höheren Steine kommen dann wahrscheinlich auch wieder den Cyprichromis zu Gute....;) Die Theorie betr. der Heringe und der hohen Steine hätte ich aber gerne nochmal von einem Cyrichromis-Halter bestätigt, da ich diesbezüglich nicht aus Erfahrung spreche, sondern nur meine es schon mal gelesen zu haben....:nixweiss:

    Hi Jochen,

    du nervst sicher nicht....das Forum ist ja dafür da diese Fragen zu stellen.....;)

    Ich habe keine Ahnung von Cyprichromis, kann mir aber gut vorstellen, dass deine Besatzidee in der von dir angesprochenen Kombination gut funktionieren könnte.

    Die Julis für einen Steinaufbau, Schneckencichliden für die Sandfläche und Heringe für das Freiwasser.

    So hast du drei versch. Arten mit absolut versch. Ansprüchen an ihr Habitat. Dann gilt es nur noch, dass du dein Becken clever strukturiert einrichtest..... ;)

    MMn sollte das klappen.....

    Kommt jetzt allerdings noch darauf an welchen Schneckenbrüter du gerne haben möchtest (ich würde dir von Koloniebildern abraten) und ob es bei den Julis eine der großen Arten (marlieri od. regani) sein sollen......?!?

    Hallo Jochen,

    sorry aber vergiss es.....:ohoh:

    Ich selbst habe/hatte N. olivaceous. Eigentlich ist olivaceous mehr oder weniger ein N. pulcher mit etwas anderer Optik....... So lässt es sich vlt am besten beschreiben....

    Die (echten) etagenbrütenden Feen aus dem Brichardi-Komplex sind einfach nicht oder nur in sehr großen Becken zu vergesellschaften.....

    Das einzige was ggf. möglich wäre, sind Arten, welche beinahe aussehen wie die Feen, aber keine Kolonien bilden, wie z.B. Neolamprologus walteri, Neolamprologus falcicula cygnus oder ähnliches. Allerdings sind diese Arten auch keine Kinder von Traurigkeit und sie können sehr ruppig sein.....Dementsprechend muss das Becken sehr gut strukturiert sein mit ganz klaren Abgrenzungen von versch. "Lebensräumen" für die jeweiligen Arten. Zudem sollte die Reihenfolge beim Einsetzen der ggf. versch. Arten gut durchdacht werden.....

    Auch die Unterscheidung der Geschlechter bei diesen Arten ist sehr schwierig und du musst erstmal 5-6 Tiere ins Becken packen aus denen sich dann ein Paar finden muss. Wenn du dann die überzähligen Tiere nicht entfernst, werden diese von dem dominanten Paar "zerlegt"....(nur um dir eine Vorstellung von dem innerartlichen Aggressionspotential geben.... =O)


    Nebenbei bemerkt, sehr schön das es ggf. nicht bei nur einem Becken bleibt......

    Wenn du die Chance hast z.B. noch ein 80 oder 100cm Becken zu stellen, wäre das die beste Möglichkeit für ein echtes Feenartenbecken..... 8o

    Hi Reiner,

    möglicherweise funktioniert auch 1:2, habe ich allerdings noch nicht versucht..... Normalerweise finden sich die Tiere auch bei einem Verhältnis 1:1. Natürlich kann das etwas dauern, aber ich bin ziemlich sicher, dass das klappt.

    Betr. Röhren, ich würde mal lieber 6-8 Röhrchen und dazu noch ein paar Schneckenhäuser ins Becken packen, da die Tiere ihre Brut und die Larven wirklich sehr oft umbetten. Das Umbetten beginnt oft schon ein paar Stunden nach der Eiablage (so ist es zumindest bei meinen kungweensis). Dementsprechend würde ich ihnen einige Möglichkeiten anbieten.....;)

    Viel Spaß mit den Tieren, freue mich schon auf Bilder..... :joint:

    Hallo Reiner,

    kein Flockenfutter kann ich nicht bestätigen....meine kungweensis nehmen so ziemlich alles an Futter was ins Becken kommt8o

    Betr. Beckeneinrichtung ist diese bei mir sehr spartanisch gehalten. Es sind nur 4-5 kleinere Steine ohne echten Aufbau und dazwischen ein paar Schneckengehäuse und in den Sand gesteckte Röhrchen im Becken. Allerdings ist die Grundfläche des Beckens (Artenbecken) auch nur 60x40cm, was für ein Paar aber absolut ausreichend ist. Möglicherweise wäre sogar ein noch kleineres Becken für ein harmonierendes Paar genug.......

    Ich hoffe auf Bilder deiner Tiere wenn sie sich halbwegs bei dir eingelebt haben.......:joint:

    Hi Dirk,

    erstmal vielen Dank für den von dir eingangs verfassten, ausführlichen Bericht. Schade das es mit den cylindricus nicht hingehauen hat, aber Steffi nimmt mir betr. der durchgehenden Steinwand die Worte schon fast aus dem Mund.....

    Ich denke auch, das dort der Fehler liegen könnte, da der dominante cylindricus Bock den kompletten Aufbau als sein Revier ansieht und mMn ist das Becken zwar strukturiert, aber eben unvorteilhaft, da es keine klaren Abgrenzungen gibt......

    Nicht falsch verstehen, soll lediglich als konstruktive Kritik gelten.....;)


    Betr. deiner Frage zu N. caudopunctatus, die Caudos sind sehr genügsame Tiere, welche normalerweise das Revier besetzen, welches übrig bleibt......ob es ein Stein ist, den sie unterbuddeln können oder ein Schneckenhaus, welches "ungenutzt" herumliegen, ist eigentlich egal, sie nehmen wie gesagt, dass was "übrig" bleibt. ;) Ein mMn großer Vorteil bei den caudos ist auch, dass sie fast immer sichtbar im Becken unterwegs sind....

    Falls du Interesse hast, ich habe ca. 100 caudopunctatus "Kapampa" WFNZ in einer Größe von gut 4cm bei mir schwimmen...?!? Die Geschlechter sind recht einfach zu unterscheiden 8o

    Betr. ocellatus, ist ggf. auch eine gute Wahl, da sie recht durchsetzungsfähig sind.....

    Ich halte z.B. L. ocellatus zusammen mit N. cylindricus auf nur 100x45cm Grundfläche, was wiederum aufzeigt, was beim einen funktioniert, geht beim anderen leider nach hinten los..... :ohoh:

    Hallo Markus,

    alle drei sehen sich sehr ähnlich, besonders meeli und hecqui. Da sind sich bei der Bestimmung selbst die Gelehrten nicht ganz einig....

    Ich denke denke die boulengeri sind vlt. die, welche man am besten von den anderen zwei unterscheiden kann und vlt. auch diejenigen mit ein paar mehr optischen "Reizen";)

    Ist aber wie alles, reine Geschmackssache.....

    Hi Jochen,

    nein, weniger/kein (Extra)-Futter für die Jungtiere= weniger NZ, welche groß werden.

    Und wie schon im anderen Thread grob beschrieben, je voller das Becken, umso weniger Jungtiere werden von den Elterntieren produziert.......;)