Beiträge von Steffi

    Ja, spannend ......., dass nicht nur die Frauen der Tanganjikaner, sondern auch die Männer von Tanganjikanerinnen nach mehr Farbe schreien 8o


    Bei einem 80x60xXX-Becken würde ich die olivacaeus nur alleine setzen (Artenbecken). Würde ca. 5 Jungfische bzw. Halbwüchsige nehmen. Daraus bildet sich dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Brutpaar, mit viel Glück evtl. zwei. Kann sein, dass die übrigen Tiere vom Brutpaar in die Ecken gestellt werden. Dann sollten sie in ein anderes Becken gezügelt werden. Vielleicht klappt aber auch ein Nebeneinander aller Tiere in einem Becken. Dies hängt auch von der Einrichtung/Strukturierung ab.

    Ich hatte aber diese Art noch nie, meine Erfahrung stützt sich nur auf Neolamprologus marunguensis.

    Oh man diese namen machen mich echt wahnsinnig.

    Können die nicht einfach Bitterlingsbarben, Perhuhnbärblinge, Salmler heißen

    Ja, ohne Latein-Crashkurs bist Du in der Tanganjika-Welt verloren 8o

    Da aber die Tiere in den verschiedenen internationalen Landessprachen ganz unterschiedlich benamst werden, machen die lateinischen Namen schon noch Sinn, weil ich mich dann z.B. auch mit einem Franzosen verständigen kann :thumbsup:

    Dann noch eine Frage.

    Mit wieviel Tieren sollte man da starten?

    Für dein Becken am besten mit jeweils ca. 3-5 Tieren. Von den Lamprologini-Arten wirst

    Du aber vermutlich mittelfristig nur jeweils einen (den dominanten) Bock halten können. Die anderen Böcke würden vermutlich unterdrückt und würden eingehen, wenn Du sie nicht herausnimmst. Ein adultes Zuchtpaar zu kaufen, erscheint mir sehr schwierig, u.a., weil die Geschlechterbestimmung nicht ganz einfach ist und 1/1 nicht automatisch ein Paar gibt ;)

    ... Aber rein theoretisch könnte ich zu den 3 Favoriten von mir jeweils eine Schneckenbarsch Art setzen. Hab ich das so richtig verstanden.

    Ja, korrekt. Bei 50 cm Beckenhöhe sollte das funktionieren. Ich halte dein Becken aber als zu klein für eine erfolgreiche Haltung von Heringen. Selbst die relativ klein bleibenden Leptosames sind sehr agil und brauchen viel Schwimmraum. Allenfalls wäre eine kleiner bleibende Paracyprichromis-Art eine Möglichkeit. Aber meine generellen Bedenken bzgl. Heringen als Tanganjika-Einsteigerfisch bleiben ....

    Joerg

    Die Kunststeinmodule und -Rückwände z.B. von Back to Nature, Arstone und Steinzeitdesign haben Auftrieb. Die sind zum Einkleben mittels Silikon gedacht. Die sind eher dickwandig und aus anderem, „luftigem“ Kunststoff hergestellt, als z.B. Rockzolid, welches sehr dünnwandig und u.a.. mit Glasfaser hergestellt wird. Kunststeine aus Polyresin oder Polyesterharz (z.B. die Marke Europet Ebi) haben ebenfalls keinen Auftrieb.

    Sind die Heringscichliden denn empfindlicher oder anfälliger als jetzt z. B ein Julidochromis marksmithi?

    Definitiv :yes:

    Sie sind empfindlicher bzgl. Wechsel in anderes Wasser, sind schreckhafter und können vereinzelt aus unerklärlichen Gründen wegsterben ... trotz bester Pflege, Futtergabe etc.

    Die Tiere haben optisch schon viel von calvus. Wie gross sind sie?

    Betreffend Geschlechterbestimmung könnte man die Geschlechtsöffnung mit Lupe o.ä. näher betrachten.

    Hier Fotos wie sich der Unterschied in etwa präsentiert (setzt natürlich eine gewisse Mindestgrösse der Tiere voraus):

    Gibt es bei künstlichen Steine was zu beachten?

    Nach meiner Meinung ist nebst dem Preis das Wichtigste: Haben die Kunststeine Auftrieb oder nicht? Eine entscheidende Frage, solange Du die Steine nicht fest mit Silikon verkleben/befestigen willst! Dem Auftrieb Herr zu werden kann nämlich zu einer grossen challenge werden ... da spreche ich aus Erfahrung :beerdrink:

    Henri1805

    Lieber Henri :hi:

    Bitte tu dir und den Tieren den Gefallen und steige nicht mit Heringscichliden in die faszinierende Tanganjika-Welt ein. Dein Frust könnte gross sein, wenn die Tiere aus unerklärlichen Gründen dahinsterben. Dazu gibt es einige Beispiele, die u.a. hier im Forum verschiedentlich nachzulesen sind. Dein Einstieg wird dir mit Lamprologini-Arten besser gelingen als mit Heringen. Ist nur ein gut gemeinter Rat :brav:

    Aber natürlich kannst Du das Risiko wagen und mit Glück geht es gut. Aber bitte denk an meinen Rat zurück, falls Du eines Tages ins Jammertal kommen solltest :sagnix:

    Bei den buescheris kann es bei vorliegender Beckengrösse auch gut auf 1/2 hinauslaufen, weil das Revier eines Bocks mehrere (kleinere) Weibchen-Reviere umfassen kann.

    Die buescheris sind zudem längst nicht so produktiv, wie die Julis. Bei letzteren kommt man relativ bald mal in den Zwang, Tiere umquartieren oder verkaufen zu müssen. Das kann bei gewissen Juli-Arten (z.B. marksmithi, ornatus) ein Taschengeld bedeuten, andere Juli-Arten (z.B. regani, marlieri) dürften eher schwieriger in grösseren Mengen am Markt loszubekommen sein.

    .... Wäre cool wenn es da was farbprächtiges gibt für mein 240l Aquarium

    Hallo Henri und :welcome:hier im Forum

    Unter farbenprächtig oder bunt kann man Unterschiedliches verstehen ;)

    Für mich persönlich ist z.B. ein Neolamprologus buescheri Kamakonde oder ein Julidochromis marksmithi viel farbenprächtiger, als z.B. ein einheitlich gelb gefärbter Neolamprologus longior.

    Schau dir z.B. dieses Bild eines Kamakonde an und urteile selbst (in unserer Bildgalerie findest Du übrigens auch Einiges 🤩):

    38529320605_9622783a19_o-725x483.jpg


    Übrigens würden beide von mir genannten Arten für dein Becken passen (als Artenbecken oder evtl. in Kombi mit einer Schneckenbrüter-Art)

    Hallo René

    Vielen Dank für den Link 👍🏼
    Aufgrund der Literaturangaben dürfte der Artikel wohl ca. 15 Jahre alt sein. Zwischenzeitlich dürften auch wieder neue, andere oder differenziertere Erkenntnisse hinzu gekommen sein, u.a. durch die Forschung, welche an der Universität Basel betrieben wird.
    Hier ein ganz aktueller Link zur Info, auch wenn damit die hier im Raum stehenden Fragen nicht beantwortet werden. Was ich einfach sagen möchte: Es wird viel und breit geforscht, um der Evolution der Tanganjika-Cichliden auf die Spur zu kommen 🧐

    Und dank modernster, computergestützter Methoden, wurde auch bereits Einiges herausgefunden.


    Explosive-Artbildung-bei-Buntbarschen-im-Tanganjikasee.html

    Mein Lido 200 steht in der Ecke des nicht allzu grossen Esszimmers (Fische haben ebenfalls direkten Blick in die Küche, ohne, dass sie darunter psychisch leiden 😜). Mehr Grundfläche hätte ich in jener Ecke nicht mehr untergekriegt, deshalb: Lieber ein Lido 200, als gar kein Becken :meinung:

    BjoernA: Wenn Du aber Platz für mehr Grundfläche hast, dann würde ich diesen auf jeden Fall ausnützen! Mehr als 40 cm oder max. 50 cm Höhe brauchst Du eigentlich nur für grössere Arten oder Arten, die ihr natürliches Habitat nicht mehrheitlich in Bodennähe haben. Je höher das Becken, desto dicker muss auch das Glas sein und desto schwerer wird das Ganze. Juwel hat m.E. für den Tanganjika-Gebrauch eher zu hohe Becken im Sortiment.
    Mein Tipp: Schau zuerst, was Du max. an Grundfläche stellen kannst und willst ... und schau dann, was es diesbezüglich auf dem Markt gibt.
    Viel Spass beim Planen 😊